Urlaub bleibt für viele Menschen ein Fixpunkt, trotz steigender Preise. Reisende würden seltener verreisen, dabei aber verstärkt auf Qualität setzen, heißt es von den NÖ Reisebüros, die optimistisch auf 2026 blicken.
Die Reisebüros in NÖ blicken auf ein stabiles Reisejahr 2025 zurück. Nach einem starken Wachstum 2024 hätten sich Buchungen und Umsätze auf hohem Niveau stabilisiert, teilt die Fachgruppe Reisebüros in der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) mit. Im Vergleich zu 2019 lag der Umsatz 2025 um rund 15 Prozent höher, die Zahl der Buchungen um etwa zehn Prozent niedriger. „Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Reisen insgesamt teurer geworden sind Kunden zwar weiterhin gerne verreisen, dies jedoch tendenziell seltener, dafür bewusster und hochwertiger tun“, sagt Martina Klamecker, Obfrau der rund 250 Reisebüros in der WKNÖ.
Europa weiterhin wichtigster Markt
Rund 60 Prozent der Buchungen entfallen laut Angaben der Fachgruppe auf europäische Destinationen, etwa 40 Prozent auf Fernreisen. Zu den beliebtesten Zielen in Europa zählen Griechenland, Spanien und Italien. Bei Fernreisen seien vor allem Japan und Bali gefragt. Auch Busreisen gewinnen an Bedeutung. Sie verzeichneten zuletzt ein Plus von rund 13 Prozent. Besonders beliebt sind Kurztrips von vier bis fünf Tagen innerhalb Österreichs und in Nachbarländer. Neben älteren Reisenden würden zunehmend auch Menschen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren dieses Angebot nutzen.
Starke Nachfrage in den Semesterferien
Die Buchungslage für die Semesterferien sei bereits sehr gut. In österreichischen Skigebieten seien viele Unterkünfte frühzeitig ausgebucht, kurzfristige Anfragen könnten teils nur eingeschränkt bedient werden. Auch für Reisen ins Ausland seien die Kontingente begrenzt, unter anderem wegen eingeschränkter Flugkapazitäten. Preissteigerungen bei Skiurlaub und Auslandsreisen seien moderat, aber kontinuierlich.
Online-Plattformen dominieren
Beim Buchen dominieren jedenfalls weiterhin Online-Plattformen. Die Marktanteile werden von der Branche auf etwa 60 Prozent für Online-Buchungen und 40 Prozent für Reisebüros geschätzt. Bei komplexeren Reisen, etwa Fernreisen oder Rundreisen, entscheiden sich laut Fachgruppe jedoch rund 90 Prozent der Kunden für eine persönliche Beratung im Reisebüro. Eine der größten Herausforderungen für die Branche würden politische Unruhen und Kriege bleiben. Diese würden zu Flugverboten oder kurzfristigen Änderungen der Sicherheitsstufen führen, heißt es von der WKNÖ am Freitag in einer Aussendung.