Prügel bei Prückel-Demo: Haftstrafe für Schläger

Verurteilung

Prügel bei Prückel-Demo: Haftstrafe für Schläger

Gerichtliches Nachspiel der Prückel-Demo wegen schwerer Körperverletzung

2.000 Menschen hatten am 16. Jänner nach dem Rauswurf eines lesbischen Paares aus dem Ringstraßen-Traditionscafé an der Demo „Küssen im Prückel“ teilgenommen. Auch der 17-jährige Angeklagte (Urteil nicht rechtskräftig, es gilt weiter die Unschuldsvermutung) war aus dem Waldviertel angereist: „Ich habe eine Abneigung gegen Homosexuelle, wollte mir das Gequatsche anhören.“

Verfolgt. Zusammen mit zwei Unbekannten soll der Verdächtige anschließend gezielt eine Gruppe verfolgt haben, die Frack, Gehstock und eine Regenbogenschärpe trug – darunter auch das 18-jährige Opfer, das schließlich bei der Toilette des Einkaufszentrums „Wien Mitte – The Mall“ Faustschläge kassierte. „Die Tat war offensichtlich geplant“, sagt die Staatsanwältin am Montag am Landesgericht Korneuburg (NÖ). Entrüstung auch beim Richter: „Sie sollten sich mehr mit ihrem beruflichen Fortkommen beschäftigen statt mit absurdem Hass gegen andere.“

Urteil. Sechs Monate bedingt wegen schwerer Körperverletzung und Nötigung. Und der Niederösterreicher muss eine Anti-Aggressions-Therapie machen.

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