Schließfächer geräumt: Millionen-Coups in Bank-Filialen

Bande erbeutete Schmuck & Bargeld

Schließfächer geräumt: Millionen-Coups in Bank-Filialen

An nur einem Tag räumte eine Bande die Schließfächer in drei Banken aus.

Da scheinen Vollprofis von außen mit Insiderwissen unterwegs gewesen zu sein. Innerhalb kurzer Zeit ist es einer Bande gelungen, in drei Geldinstituten die computergesicherten Schließfachanlagen zu überlisten und Safes der Kunden auszuräumen.

Bargeld, Schmuck, Sparbücher und Wertpapiere sind weg. Von Millionen-Coups ist die Rede, auch wenn eine Raika-Sprecherin inzwischen versuchte, zu beschwichtigen.

Die Ermittler stehen noch ganz am Anfang, wie Polizeisprecher Johann Baumschlager bestätigte. Noch ist ihnen schleierhaft, wie die Profis die ­Sicherheitssysteme der Banken in Mödling, Klosterneuburg und Wien-Döbling überwinden konnten.

Ermittler prüfen: Gab es
Mitwisser in den Banken?

Vermutlich wären die spektakulären Coups vom Mittwoch bis heute unbemerkt geblieben, hätte sich nicht ein Unternehmer gemeldet. Er wollte in Mödling in seinem Schließfach Münzen für die Kinder deponieren, blickte dann jedoch erstaunt in seinen leeren Kundensafe. 36.000 Euro fehlten aus der Kassette.

Insider? Raika-Sprecherin Agnes Gössinger sprach gegenüber dem ORF von einem mehrstufigen, modernen Sicherheitssystem. „Es sind aus derzeitiger Sicht nur einige wenige Schließfächer betroffen“, sagte sie. Wie hoch der Schaden sei, könne noch nicht gesagt werden. Zunächst müssten die bestohlenen Kunden befragt werden. Ähnliche Coups wurden zuletzt in Deutschland verübt. Zumeist unter Mithilfe von Bankangestellten.

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