In Niederösterreich

Teurer Sprit trifft Rettung hart: Rotem Kreuz fehlen 2 Millionen

Die hohen Kosten für Treibstoff setzen den niederösterreichischen Rettungsorganisationen ordentlich zu. Weil Einsätze rund um die Uhr gesichert sein müssen, wachsen die finanziellen Sorgen im Hintergrund. Das Land hingegen sieht die Finanzierung stabil.

In Niederösterreich legt das Rote Kreuz im Jahr gut fünf Millionen Kilometer zurück, wobei an die 70 Fahrzeuge ständig im Einsatz sind. Aufgrund der explodierenden Spritpreise rechnet man heuer mit zwei Millionen Euro zusätzlichen Kosten. Ebenso kämpft der Samariterbund mit steigenden Ausgaben. Das Problem: Die bestehenden Verträge mit dem Land basieren noch auf deutlich niedrigeren Treibstoffpreisen - die Differenz müssen die Organisationen derzeit selbst stemmen.

Fest steht: Einsätze, Krankentransporte und Pflegeleistungen lassen sich nicht reduzieren. Allerdings weist das Land Niederösterreich darauf hin, dass man bisherige Finanzierungslücken bereits geschlossen habe, etwa durch die Anpassungen im Rettungsvertrag, der zuletzt 63 Millionen Euro umfasste. 

Als möglicher Ausweg wird etwa eine Entlastung bei der Mineralölsteuer diskutiert. Rotes Kreuz und Samariterbund setzen auf Gespräche mit dem Land, mit dem man sich laut ORF "laufend in Gesprächen" befindet. Konkrete Zusagen gibt es allerdings noch nicht. Ziel ist eine langfristig tragfähige Finanzierung, die auch reale Kosten wie den Preis pro Kilometer berücksichtigt. Ob zusätzliche Hilfen kommen, hängt dem Land nach von der weiteren Entwicklung der Spritpreise ab.

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