bittner

Nach 12 Jahren

Bittner verlässt Sozialversicherung

Bittner lagt auch die Funktion als Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse zurück. Er bleibt jedoch stellvertretender Vorsitzender der GPA-djp.

Franz Bittner (55) wird sich mit Ende Juni aus der Sozialversicherung zurückziehen. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) wird dann sowohl seine Funktion als Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) als auch als Vorsitzender der Trägerkonferenz im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger abgeben.

"Bester Zeitpunkt"
"Es war keine Ad-hoc-Entscheidung, sondern ein Prozess von eineinhalb Jahren", so der Noch-Obmann zu seinem Rückzug. Da das Haus mit der neuen, vor kurzem ernannten Direktion gut bestellt sei, sein nun der beste Zeitpunkt, die Funktion zurückzulegen, lobte Bittner den WGKK-Generaldirektor Erich Sulzbacher und dessen Stellvertreter Jan Pazourek.

Wechsel in die Privatwirtschaft
Gleichzeitig wird Bittner auch seinen Brotberuf wechseln. Demnach habe er sich entschlossen, als Dienstnehmer beim ÖGB auszuscheiden und in die Privatwirtschaft zu wechseln. Seine Stellvertreter-Position in der GPA-djp werde er jedoch beibehalten: "Es wäre unerträglich, hier unerledigte Arbeit zurückzulassen." Was die Nachfolgefrage betrifft, könne er noch keine Namen nennen, versicherte Bittner. Die Neubestellung beider Gremien, also WGKK und Trägerkonferenz, werde jedenfalls bis Herbst dauern.

Nicht die beste Nachrede
Reaktionen der politischen Parteien liesen nicht lange auf sich warten. "Der Kapitän verlässt als erster das sinkende Schiff", kommentierten die Wiener Grünen Bittners Abgang. Dieser habe nichts zu einer Modernisierung der Kassen beigetragen, und die schwerwiegenden Probleme nicht erkennen wollen. Die FPÖ bedauert es, dass Bittner angesichts des "gigantischen Schuldenberg", der bei der WGKKangehäuft wurde, nicht schon vor Jahren gegangen ist. Nun sei endlich der Weg drei, für einen "Fachmann", der die nötigen Reformen setzt.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten