Der Slogan "Burschis in die Bälle treten" sorgt für große Aufregung.
Zum Burschenbundball, der am Samstag im Palais Kaufmännischer Verein in Linz über die Bühne geht, formiert sich erneut Protest. Das Bündnis „Linz gegen Rechts“ hat wie in den vergangenen Jahren eine Demonstration angekündigt. Für Aufregung sorgten dabei anonyme Aufrufe mit dem Slogan „Burschis in die Bälle treten“, die dem antifaschistischen Umfeld zugerechnet werden. Der Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) brachte daraufhin eine Anzeige ein, das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) ermittelt.
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Wie die Landespolizeidirektion Oberösterreich bestätigte, wird derzeit geprüft, ob ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt. Raml sprach von wiederkehrenden Gewaltandrohungen gegen friedliche Ballbesucher und bezeichnete diese als nicht hinnehmbar. Bereits vor einigen Wochen war am Ars Electronica Center, dem geplanten Treffpunkt der Demonstration, der Schriftzug „Burschis jagen“ angebracht worden.
Vorwürfe wurden zurückgewiesen
Das Bündnis „Linz gegen Rechts“ wies die Vorwürfe zurück. Man setze ausdrücklich auf friedlichen Protest und distanziere sich klar von Gewalt, erklärte eine Sprecherin. Das offizielle Motto der Gegenkundgebung lautet „Unsere Solidarität gegen ihre Hetze“. Kritik übt das Bündnis erneut daran, dass Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) den Ehrenschutz für den Ball übernommen hat. Als alternative Veranstaltung lädt die Linzer Stadtwerkstatt am Samstag zum traditionellen „Wurst vom Hund Ball“.