Rückschlag

Neue Naschmarkt-Halle verliert ersten Stand nach nur zwei Monaten

Wenige Monate nach der Eröffnung endet das erste Markt-Abenteuer. Fratelli Valentino verlässt die neue Halle am Naschmarkt und zieht sich zurück. Die Ankündigung kommt zur Unzeit für das ohnehin umstrittene Projekt. 

Nur zwei Monate nach der Eröffnung der neuen Markthalle steht der erste Stand am Wiener Naschmarkt bereits wieder leer. Die Käsemacher von "Fratelli Valentino" steigen aus. Sie konzentrieren sich auf den Aufbau einer neuen Produktionsstätte und schaffen den Betrieb an zwei Orten nicht.

Der kleine Verkaufsplatz befindet sich direkt am Eingang der Halle. Er bietet 17 Quadratmeter, ausgestattet mit Wasser, Abwasser, Strom und Fliesen. Auf der Website des Wiener Marktamts wird der Stand bereits neu angeboten. Bewerbungen sind bis 19. Februar möglich.

 

 

Fratelli Valentino war einer von 13 Anbietern in der umstrittenen Halle. Das Projekt hatte schon vor Eröffnung Kritik ausgelöst. Der Marktraum war unter anderem Anlass für eine Bürgerinitiative und wurde von politischen Parteien mit Argwohn beobachtet.

Dass nun ausgerechnet einer der ersten Mieter so früh aufgibt, trifft das Vorhaben sichtbar. Die öffentliche Diskussion erhält neuen Zündstoff. 

FPÖ: "Marktraum ist Fehlkonzept"

Für FPÖ-Bezirksparteiobmann Leo Lugner und FPÖ-Klubobmann Lukas Korp ist das keine Überraschung, sondern die Bestätigung jahrelanger Kritik: "Die FPÖ hat von Anfang an gewarnt – der Marktraum ist kein Zukunftsprojekt, sondern ein ideologisch motiviertes Fehlkonzept", so Lugner und Korp unisono.

"Wenn selbst engagierte Standler nach kürzester Zeit erkennen, dass sich der Betrieb wirtschaftlich nicht ausgeht, dann sagt das alles über dieses Projekt“, erklärt Leo Lugner. Der Marktraum wurde laut FPÖ an den Bedürfnissen der Standler und der Kunden vorbei geplant.

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