Rund 20 Geschädigte und eine halbe Million Euro Schaden: Ein 29-jähriger Kärntner sowie sein 63 Jahre alter ehemaliger Geschäftspartner stehen wegen Krypto-Betrugs vor Gericht.
Kärnten. Am Landesgericht Klagenfurt hat am Freitag ein Kryptowährungs-Betrugsprozess begonnen. Ein 29 Jahre alter Kärntner muss sich vor dem Schöffensenat wegen gewerbsmäßigem schweren Betrugs und Veruntreuung verantworten. Einem 63 Jahre alten ehemaligen Geschäftspartner wird versuchter schwerer Betrug vorgeworfen. Sie sollen Investoren um ihre Einlagen gebracht haben. Beide bekannten sich nicht schuldig. Vorerst waren 14 Verhandlungstage geplant.
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Unter den Geschädigten findet sich auch ein Unternehmen aus dem Dunstkreis der Causa EXW, die damalige Firma "coin.zone GmbH". Jedenfalls wird dem 29-Jährigen vorgeworfen, als Krypto-Experte aufgetreten zu sein. Ihm wurden Bitcoin zur Verwahrung oder zum Trading seitens der Kunden überlassen. Im Sinn hatte der Angeklagte aber von Anfang an persönliche Bereicherung, sagte Staatsanwältin Sarah Offner.
Opfer meist aus Wien und Niederösterreich
Es gibt laut Anklage rund 20 Opfer, der Gesamtschaden beläuft sich beim 29-Jährigen auf gut eine halbe Million Euro. Der Großteil der Taten wurde in den Jahren 2019 und 2020 im Raum Wien/Niederösterreich gesetzt. Weil das erste angeklagte Faktum in Kärnten passierte, muss das Verfahren in Klagenfurt geführt werden.
Der zweite Angeklagte war ein Geschäftspartner, der dem 29-Jährigen die Bitcoin seiner Kunden zur Verwahrung oder zum Trading überließ. Bevor seine Firma in Konkurs ging, versuchte er, einen Anleger zu täuschen, allerdings dürfte er zu spät gekommen sein, die Anlage war schon weg. Der Schaden hier: 69.000 Euro. Es gilt die Unschuldsvermutung.