Politik-Brückenbauer

Oberösterreich nahm Abschied von Josef Ratzenböck

Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen nahm an der Verabschiedung teil. 

Rund 900 Trauergäste, Vertreter der Bundesregierung sowie Mitglieder der oberösterreichischen Landesregierung mit Landeshauptmann Thomas Stelzer verabschiedeten sich im Linzer Mariendom von Altlandeshauptmann Josef Ratzenböck. Die voll besetzten Kirchenbänke und zusätzlich aufgestellten Stühle zeugten von großer Wertschätzung und Dankbarkeit.

Politikerinnen und Politiker aller Parteien erwiesen Ratzenböck die letzte Ehre. Unter ihnen befanden sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Gattin Doris Schmidauer, die der Witwe Anneliese Ratzenböck sowie den Angehörigen ihr Mitgefühl aussprachen. Das Requiem leitete Diözesanbischof Manfred Scheuer. In seiner Predigt hob er Ratzenböcks Authentizität hervor und beschrieb Politik als „angewandte Liebe zur Welt“. Verantwortung zu übernehmen und den Menschen zugewandt zu bleiben, habe Ratzenböcks Handeln geprägt.

Beisetzung erfolgte im engsten Familienkreis

Altlandeshauptmann Josef Pühringer, langjähriger Wegbegleiter und Nachfolger, las aus dem Hohelied der Liebe. Nach dem Gottesdienst begleiteten die Trauergäste den Sarg bis zum Bestattungswagen. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis in Ratzenböcks Heimatgemeinde Neukirchen am Walde. Bereits am Vormittag hatte das Land Oberösterreich mit einer feierlichen Trauersitzung im Linzer Landhaus Abschied genommen. Eröffnet wurde die Gedenkfeier mit der Europahymne als Zeichen für Ratzenböcks tiefes europäisches Bekenntnis. 

Landeshauptmann Thomas Stelzer würdigte Ratzenböck als Friedensstifter und Vorbild. Auch Landtagspräsident Max Hiegelsberger erinnerte an dessen prägende Rolle für Oberösterreich und Europa und seine politische Geschichte.

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