Mindestens 4 Tote

Privat-Jet aus Linz in Hessen abgestürzt

Anflug im Nebel endete in Flammen-Inferno: Jet zerschellte in Waldstück.

Kurz vor 19 Uhr will der Pilot mit der 11 Millionen teuren „Cessna 750 Citation X“ (1128 km/h, Platz für 12 Passagiere) planmäßig den Landeanflug in Egelsbach beginnen. Es herrscht dichter Nebel, der Pilot hat den Instrumentenanflug beendet, er steuert selbst. Etwa vier Kilometer vom Flugplatz entfernt schmiert die Maschine plötzlich ab, verliert dramatisch an Höhe und stürzt in ein Waldgelände unweit der Autobahn 661.

Bei dem Crash geht der Jet in Flammen auf, vermutlich hat niemand den Absturz überlebt. Bisher wurden vier Personen aus dem Wrack tot geborgen. Die Rettungskräfte suchen derzeit nach den weiteren vermissten Insassen.

Keine Österreicher an Bord
Insgesamt werden fünf Personen an Bord der Maschine vermutet. Nach Informationen des Außenministeriums sind keine Österreicher unter den Opfern des Absturzes.

Nach Angaben einer Flughafensprecherin hatte der Jet bei seinem Anflug auf Egelsbach bereits Funkkontakt mit dem Tower. "Er hat uns gesehen, wir haben ihn gesehen - es war zunächst alles in Ordnung", sagte sie. "Der Pilot hat uns korrekt angeflogen." Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nehmen nun die Absturzstelle in Augenschein.

Privatjet kam aus Linz
Der Privatjet kam aus Linz: „Um 18.15 Uhr passierten Pilot, Co-Pilot und drei Passagiere unseren Sicherheitscheck“, sagt Ingo Hagedorn, Sprecher des Linzer Flughafens, zu ÖSTERREICH. Bei Flügen der Allgemeinen Luftfahrt gibt es keine Passagierlisten, wegen Schengen sind auch keine Passkontrollen notwendig. Es gibt lediglich die auch bei Linienflügen üblichen Sicherheitskontrollen.

Ebenso unbekannt ist derzeit noch die Identität von Pilot und Co-Pilot: „Die Maschine hatte ein US-Kennzeichen“, sagt Hagedorn. Die Cessna-Citation ist am Donnerstag um 14 Uhr in Linz zwischengelandet und um 18.15 wieder weitergeflogen.

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