Psycho-Ärzte schickten Täter nach Hause

Nach Mordversuch

Psycho-Ärzte schickten Täter nach Hause

Neue Details zum Mordversuch an der Ex-Freundin und zum Suizid des 23-Jährigen.

OÖ. Das brutale Ver­brechen schockierte das ganze Land: Michael R. stach 30 Mal auf seine Ex-Freundin Beatrice ein, zündete das Wohnhaus an und warf sich anschließend vor ein Feuerwehrfahrzeug – ÖSTERREICH berichtete. Inzwischen scheint klar: Die Tragödie, die mit dem Selbstmord des 23-Jährigen endete, hatte eine Vorgeschichte. Kurz vor dem Drama wollte die Mutter ihren Sohn in die Psychiatrie einweisen lassen. Doch der 23-Jährige ließ sich nicht aufnehmen und wurde nach Hause geschickt.

Schon mehrfach soll Michael R. in der Vergangenheit einen Suizidversuch unternommen haben und am Neuromed-Campus wegen seiner Depressionen und Eigengefährdung behandelt worden sein.

In der Nacht auf den Nationalfeiertag wollte der 23-Jährige sterben. Doch diesmal entschloss er sich offenbar, seine Ex-Freundin mit in den Tod zu nehmen. Er schlug sie nieder und stach ihr 30 Mal mit einem Küchenmesser in den Rücken. Die Klinge drang bis in die Lunge vor.

Das blutüberströmte ­Opfer flüchtete mit letzter Kraft zu den Nachbarn. Die leisteten Erste Hilfe. Zeitgleich legte Michael R. im Haus Feuer. Als die Einsatzkräfte zum Brandort rasten, warf er sich vor ein Löschfahrzeug. Der 23-Jährige war auf der Stelle tot.

Seine Ex-Freundin ist inzwischen außer Lebens­gefahr und wurde einvernommen.



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