Polizei kämpft gegen Kinderstrich in Wien

Mädchen teilweise erst 12 Jahre alt

Polizei kämpft gegen Kinderstrich in Wien

Teilen

Immer öfter berichten Anrainer von jungen Mädchen, die am Straßenrand ihre Dienste anbieten.

Eigentlich war der Kinderstrich schon längst aus Wien verschwunden, doch die Polizei schlägt jetzt Alarm. Immer öfter werden in letzter Zeit vor allem junge Roma-Mädchen im zweiten Bezirk gesichtet, die ihren Körper um ein paar Euro anbieten. Viele der Kinder kommen aus ungarischen Waisenhäusern.

Mädchen zwischen 12 und 16 Jahre alt
Ungefähr 20 minderjährige Mädchen, die meisten davon zwischen 15 und 16 Jahre alt, warten täglich auf den Straßen auf potenzielle Freier. Die Jüngsten sind erst 12 Jahre jung, das bestätigt Gerald Tatzgern vom Bundeskriminalamt gegenüber dem "ZiB-Magazin".

Freier bedrohen Mädchen
Die Sexdienstleistungen werden oft für 5-20 Euro dargeboten. Werden die Mädchen aufgegriffen, werden sie von der Polizei an die ungarische Grenze gebracht, wo NGOs sie dann betreuen. Aber auch die Drehscheibe Wien kümmert sich um die Mädchen. Karin Hirschl von der Drehscheibe gegenüber dem ORF: „Sie werden von den Freiern bedroht, entweder wird der Familie was passieren oder ihnen selbst“.  Vor allem einschlägige Foren und das Darknet spielen in der Vernetzung zwischen Zuhältern und den Freiern eine entscheidende Rolle.

Das "ZiB-Magazin" sprach außerdem mit Anrainern, und diese berichten Erschütterndes: „Es sind sehr junge Mädchen, man denkt sich oft: Das sind Schülermädchen, ich glaube, dass sie gezwungen werden“, so eine besorgte Wienerin.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten
OE24 Logo