Bank-Manager zog in Sitzung Waffe

Zell am See

Bank-Manager zog in Sitzung Waffe

Einen gehörigen Schrecken hat im Juni ein stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender einer Bankfiliale im Pinzgau seinen Kollegen einjagt: Laut Anklage forderte er bei der Aufsichtsratssitzung eine Bewilligung seines Kreditansuchens und zielte mit einer Waffe auf die Sitzungsteilnehmer. Der Vorderlader war nicht funktionstauglich. Der Mann musste sich am Dienstag vor Gericht verantworten.

Kein Kredit
Das Kreditansuchen wurde bereits vor der Sitzung abgelehnt. Der Banker wollte es offenbar zuerst noch im Guten versuchen: Er war zur Sitzung mit Blumen und Rumkugeln erschienen. Doch als sein Wunsch auf kein Gehör stieß und ihm mitgeteilt wurde, dass seine Funktionsperiode nicht mehr verlängert werde, dürfte er die Nerven verloren haben. Er zog die Waffe hervor und sagte, wenn er das Geld so nicht bekomme, müsse er es sich eben holen. Dann las er noch einen Brief vor. Ein Sitzungsteilnehmer nahm ihm schließlich die Waffe aus der Hand und sperrte sie in einen Tresor.

Die Anklage lautet auf versuchte Nötigung. Da aber die Staatsanwaltschaft Salzburg einen Antrag auf Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme, nicht zurechnungsfähige Rechtsbrecher gestellt hat, gilt der Mann bei dem Schöffen-Prozess am Landesgericht Salzburg nicht als Angeklagter, sondern als Betroffener. Der Staatsanwaltschaft zufolge zeigte er seit vier Jahren psychische Auffälligkeiten.
 

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