Wegen Vorschrift: Sanitäter versorgten Opfer nicht

Zeugin bat um Hilfe, bekam aber keine

Wegen Vorschrift: Sanitäter versorgten Opfer nicht

Nach dem tragischen Tod eines Trafikanten vor einem Wiener Krankenhaus, bei dem Arbeitsvorschriften über eine Notfallsituation gestellt wurden, hat sich eine Zeugin bei der ÖSTERREICH-Redaktion gemeldet, die von einem ähnlichen Erlebnis in Großgmain (Flachgau) berichtet.

Eine Dame war in das dortige Altersheim gelaufen und hatte Hilfe gesucht, weil sie durch das Fenster eines Hauses unweit des Heims einen Mann regungslos am Boden liegend gesehen hatte. Zufällig sollen sich zwei Sanitäter im Seniorenheim befunden haben. Als die Frau sie bat, mitzukommen, sollen sie gesagt haben, dass sie nicht helfen können, weil sie keinen Auftrag der Leitstelle erhalten haben. Die Sanitäter sollen einfach zurück in die Zentrale gefahren sein.

Die Dame rief daraufhin bei der Leitstelle an und bat um Hilfe. Zufällig sollen dieselben Sanitäter zum Unfallort geschickt worden sein. Erst jetzt soll das Opfer Hilfe bekommen haben. Ein Helikopter brachte den Mann in ein Krankenhaus. Das Opfer überlebte. Bürgermeister Sebastian Schönbuchner (ÖVP) bestätigt, dass es einen solchen Einsatz in jüngster Vergangenheit gab. Dass es zu dieser Verzögerung gekommen sei, habe er aber nicht gehört.(lae)

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