Ebola: Risiko-Fall in Salzburg

Liberianer aufgegriffen

Ebola: Risiko-Fall in Salzburg

Die Salzburger Landeskliniken haben den Notfall-Plan aktiviert.

Ein erst 15 Jahre alter Flüchtling aus Liberia ist gestern Nachmittag mitten in Salzburg aufgegriffen worden. Da Liberia besonders von Ebola betroffen ist, wurde der Patient umgehend zur Abklärung in die Landeskliniken eingeliefert. Der Notfallplan wurde in Gang gesetzt.

Bei dem Jugendlichen ist eine geringfügig überhöhte Körpertemperatur von 37,5 Grad festgestellt worden. Derzeit gibt es keinerlei weitere Hinweise, dass er an Ebola erkrankt ist.

Doch der 15-Jährige wird weiter untersucht. Er wird als Risikofall, nicht jedoch als Ebola-Verdachtsfall geführt. Die Labortests stehen noch aus.

Man könne aber kein definitives Ergebnis erwarten, weil der Patient kein Fieber habe, berichteten die Ärzte in Salzburg im Rahmen einer Pressekonferenz. Denn erst wenn das Fieber 38,5 Grad übersteigt seien die Laborergebnisse aussagekräftig. Der junge Mann muss zumindest bis Dienstag nächster Woche im Landeskrankenhaus bleiben. Dann wird aufgrund der vorliegenden Daten und Fakten über die weitere Vorgehensweise entschieden.
 

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15:21 Uhr: Wie geht es mit dem 15-Jährigen weiter?
Der junge Patient wird auf jeden Fall weiter beobachtet. Er bleibt noch mindestens eine Woche im Landesklinikum. Dann wird beraten, wie es weitergeht. MIt diesen Worten des Medizin-Vorstandes Greil endet die Pressekonferenz.

15:14 Uhr: Wo befindet sich der junge Patient jetzt?
Die behandelnde Ärztin: "Er ist auf der Infektionsabteilung in einem Schleusenzimmer mit Unterdruck. Das ist ein kleines Zimmer. Dazwischen gibt es ein Schleusenzimmer." Das Landesklinikum Salzburg habe vier solcher Zimmer, führt Faber aus.

15:08 Uhr: Ordnungsamt: Der Leiter spricht zu dem Fall
Der Liberianer sei in Salzburg-City aufgegriffen worden. Dann wurde er in die Polizei-Stelle von Wals-Siezenheim gebracht. Von dort ging es dann in die Stadt zurück, berichtet Michael Haybäck.

15:07 Uhr: Wie wurde der Liberianer gefunden?
Der Bursch war auf dem Weg ins Erstaufnahmelager in Thalham. Er war alleine unterwegs. Offenbar kam er mit einer Schlepperbande aus Afrika nach Europa, über das Meer und dann den Landweg.

15:05 Uhr: 15-Jähriger wird als Risikofall geführt - So geht es jetzt weiter:
Der Liberianer muss zumindest bis Dienstag nächster Woche im Landeskrankenhaus bleiben. Dann wird aufgrund der vorliegenden Daten und Fakten über die weitere Vorgehensweise entschieden. Die Laborproben werden weiter ausgewertet, lässt der Vorstand für Innere Medizin 3, Richard Greill, weiter wissen.
 

15:02 Uhr: Ist das Salzburger Spital überhaupt auf einen Ebola-Fall gerüstet, werden die Experten gefragt.
Für Stufe 3 sei alles gegeben, nicht jedoch für "Level 4" wird den Journalisten erklärt. Man habe überlegt, ein Sicherheitszelt zu bestellen. Nun will man aber eine getrennte Einheit einrichten, die die Sicherheitsbedingungen eines möglichen "Level4-Falles" erfüllen.

14:48 Uhr: Die behandelnde Ärztin ergreift das Wort:
Sie berichtet, wie der junge Bursch ins Salzburger Spital gelangte. Die Polizei habe sie angerufen, nachdem sie den 15-Jährigen gefunden hatten. Er wurde mit einem Schutzanzug ins Krankenhaus gebracht. Er wies Anzeichen von Fieber auf, daher habe man entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Man sei gut vorbereitet, berichtet Viktoria Faber.

14:42 Uhr: Laut der Pflegedirektorin Margarete Hell habe der junge Liberianer gestern Abend gleich zwei Menüs gegessen. Damit war klar, dass der 15-Jährige nicht schwer erkrankt sei. Trotzdem werden weitere Tests gemacht.

14:36 Uhr: Die Leiterin des Ebola-Aktionsplanes spricht nun:
"Ich bin stolz, das Team leiten zu dürfen." Dann führt sie aus, dass der Ablauf bisher (Kontakt mit den Behörden..etc.) reibungslos gewesen sei, so Christine Rühle.

14:30 Uhr: Stöckl, Landesgesundheitsreferent, informiert jetzt weiter:
Der Patient selbst gab an, Kontakt mit ebolaoinfizierten Angehörigen gehabt zu haben. Er selbst habe keine Anzeichen. Daher wird er als Risikofall, nicht aber als Verdachtsfall geführt.

Für alle, die Kontakt mit dem 15-Jährigen hatten, bestehe keine Gefahr, solange dieser kein Fieber habe, informiert Stöckl weiter.

 

14:25 Uhr: ABC-Abwehrtruppe in Alarmbereitschaft versetzt
Primar Richard Greil ist am Wort: "Auch das Militär und dessen ABC-Abwehtruppe ist in diesem konkreten Fall informiert worden", lässt er wissen

14:23 Uhr: Landesgesundheitsreferent Stöckl ergreift das Wort..
..er beginnt, das Schicksal des 15 Jahren alten Liberianers zu erzählen. Dieser sei nach Europa gekomme, nachdem er seine Familie an Ebola verloren habe.

14:17 Uhr: Es geht los. Die Teilnehmer der Pressekonferenz sind soeben eingetroffen.

Christian Stöckl (ÖVP), Landesgesundheitsreferent
Richard Greil, Vorstand der III. Medizin
Michael Haybäck, Leiter Amt für öffentliche Ordnung
Heidelinde Neumann, Landessanitätsdirektorin
Christine Rühl, Leiterin Ebola-Ablaufbplan
Heinrich Magometschnigg, Ärztlicher Direktor des Landeskrankenhauses

13:30 Uhr: Noch eine halbe Stunde...
... dann treten die Experten des Salzburger Landeskrankenhauses vor die Presse und informieren die Öffentlichkeit. +++ Wir berichten LIVE +++

13:18 Uhr: Schock in Madrid: Drei weitere Ebola-Verdachtsfälle
Neben einer Krankenschwester stehen nun auch ihr Mann, eine weitere Pflegekraft des Spitals sowie ein Reisender aus Afrika unter Verdacht, sich mit dem Todes-Virus infiziert zu haben.
Mehr dazu HIER >>>

13:16 Uhr: So funktioniert der Notfall-Plan:

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12:58 Uhr: Kontaktpersonen müssen sich melden
Alle Personen, die in direktem ungeschütztem Kontakt zum symptomatischen Patienten gestanden sind (Abstand kleiner ein Meter und/oder Kontakt mit Körperflüssigkeiten), gelten als Kontaktpersonen und sind in eine Liste einzutragen. Die Erhebung erfolgt in enger Zusammenarbeit der erstbehandelnden Ärzte und der Gesundheitsämter. Die Liste liegt bei den Gesundheitsämtern auf.

12:21 Uhr: Grafik: Die Fakten zum Ebola-Virus:

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Ebola: Risiko-Fall in Salzburg
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11:42 Uhr: Ministerium ist eingeschaltet
Die Sektionsleiterin für Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, Pamela Rendi-Wagner, ist in ständigem Kontakt zu Salzburg. "Ob es wirklich ein Verdachtsfall ist, wird sich erst bestätigen", so die Gesundheitsministerin Oberhauser. Generell sei Österreich auf alle Eventualitäten vorbereitet, so die Ministerin weiter. Es gebe minutiöse Pläne für Isolation und Behandlung allfälliger Ebola-Patienten und das Personal sei gut geschult.

11:15 Uhr: Bisher rund 3.400 Tote
An dem Ebola-Erreger, der über Körperflüssigkeiten übertragen wird, sind in Westafrika bereits mehr als 3.400 Menschen gestorben. Neben Liberia sind insbesondere Sierra Leone und Guinea von der Epidemie betroffen. Eine neue Studie schockt: Ebola könnte in drei Wochen in Europa sein. Mehr dazu HIER >>>
 

10:52 Uhr: Er pflegte seine Angehörigen, die an Ebola gestorben sind
Der Jugendliche war am Montagnachmittag in der Nähe des Salzburger Hauptbahnhofes aufgegriffen worden. Offenbar schöpften die Polizisten bereits Verdacht, denn sie hielten zu dem Burschen einen Drei-Meter-Sicherheitsabstand, berichtete ein Mitarbeiter des Magistrates. Da der Afrikaner angab, vor zwei Monaten seine an Ebola erkrankten Angehörigen gepflegt zu haben, die später allesamt daran gestorben seien, wurde der Notfallplan aktiviert und der 15-Jährige im Landeskrankenhaus isoliert.

10:45 Uhr: Gesundheitsministerin gibt Statement ab
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) rechnet damit, dass bis heute Klarheit über den Ebola-Verdachtsfall in Salzburg herrschen wird. Dies sagte sie am Dienstag vor dem Ministerrat. Österreich sei jedenfalls "sehr gut gerüstet", versicherte sie.
 

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