Schlepperkönig

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„Schlepperkönig“: Riesen-Wirbel um Online-Game

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Ein Spiel in dem man Flüchtlinge nach Europa schleusen soll, sorgt für riesige Empörung.

„Du willst tonnenweise Flüchtlinge transportieren und abkassieren? Dann freu dich auf Schlepperkönig“. Mit dieser fragwürdigen Werbung macht derzeit ein Spiel auf sich aufmerksam. Auf seiner Facebook-Seite wirbt „Schlepperkönig“ fleißig um Spieler und sorgt gleichzeitig für Riesen-Empörung. „Vor welcher Insel lädst du lieber ab: Lampedusa oder Lesbos?" wird in einem Trailer weitergefragt. Die perfide Handlung des Spiels ist schnell erklärt. Es soll darum gehen, so viele Flüchtlinge wie möglich in einem Frachter nach Europa zu schleusen.

Wer hinter dem ominösen Spiel steckt, ist nicht bekannt. "Wir sind eine Gruppe von freien Spiel Entwicklern, die hier auf Facebook den Markt für solch ein Risiko Spiel austesten will. Das erste Feedback sehen wir auch sehr positiv. Wie man an den Kommentaren sieht, wollen das Menschen spielen. Genau wie bei Shooter Games sehen wir es als gesünder an, diese menschlichen Bedürfnisse digital auszuleben. Aufgrund der Anfeindungen müssen wir uns schützen und bleiben deshalb anonym“, werden die Betreiber auf „standard.at“ zitiert. Beworben wird es auch nur über Facebook. Ein kurzer Trailer und Screenshots verraten aber nicht wirklich viel. Erscheinen soll es 2017 im App- und Google-Play-Store. Zudem soll auch eine Browser-Version erscheinen, heißt es zumindest.

Ob dieses Spiel tatsächlich ernst gemeint ist oder nur ein schlechter Scherz, ist noch offen. Vielen Usern ist das auch egal. Sie finden die Aktion einfach nur geschmacklos. Einer schreibt zum Beispiel: „Seid’s ihr eigentlich irgendwie angrennt?“.

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