AT-Alert

Schnee-Chaos: Zivilschutz-Alarm in der Steiermark

Das Winterwetter hat am Freitag für große Probleme gesorgt.  

Die steirischen Behörden haben gegen 8.20 Uhr eine Warnung via AT-Alert auf Mobiltelefone ausgegeben und vor umstürzenden Bäumen und abgebrochenen Ästen gewarnt. Auf nicht unbedingt nötige Autofahrten sollte verzichtet werden. Das betraf die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Südoststeiermark, Leibnitz, Deutschlandsberg, Weiz sowie den Süden von Graz-Umgebung. Wälder und Parkanlagen sollten ebenfalls dringend gemieden werden.

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Rotes Kreuz Steiermark muss Transporte ausfallen lassen

Das Rote Kreuz Steiermark informierte Freitagfrüh, dass nicht zeitkritische Krankentransporte in den von der Behörde genannten Regionen vorübergehend nicht durchgeführt werden könnten. Zeitkritische Transporte - insbesondere Dialysefahrten, Strahlentherapien sowie medizinisch dringend erforderliche Fahrten - würden weiterhin uneingeschränkt durchgeführt - besonders Rettungs-und Notfallfahrten. Von Ausfällen betroffene Patientinnen und Patienten würden aktiv vom Roten Kreuz informiert.

Die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (GKB) teilte mit, dass die Linie S6 witterungsbedingt zwischen Wies-Eibiswald und Graz Hauptbahnhof ausfällt. Die Linie S61/Linie S7 war kurzfristig unterbrochen. Der Zugverkehr wurde aber wieder aufgenommen und sollte störungsfrei verlaufen - witterungsbedingte Folgebeeinträchtigungen seien aber weiter möglich. Auf den steirischen Autobahnen und Schnellstraßen gab es fast überall Verkehrsbehinderungen. Die Pyhrnautobahn (A9) war in der Früh zwischen dem Knoten St. Michael und dem Gleinalmtunnel gesperrt, weil mehrere Lkw hängengeblieben waren. Probleme gab es auf A9 auch bei Wundschuh und auch die Südautobahn (A2) bei Hartberg und Sinabelkirchen - teils wegen Bäumen, teils wegen hängengebliebener Fahrzeuge.

Einzelne Stromausfälle auch in Kärnten

Auch in Kärnten herrschte wegen der winterlichen Verhältnisse auf zahlreichen höher gelegenen Straßen Schneekettenpflicht. Auf der A2 hatte sich laut Polizei in Fahrtrichtung Italien ein Stau ab Preitenegg bis zur Pack zurück wegen hängengebliebener Lkw in der Früh wieder aufgelöst. Wegen eines Lkw-Unfalls und eines weiteren Unfalls bei Griffen war die Richtungsfahrbahn Italien aber weiterhin blockiert, der Haberbergtunnel ist gesperrt. Für eine Verkehrsbeeinträchtigung sorgte auch auf der Karawankenautobahn (A11) in Fahrtrichtung Villach ein hängengebliebener Lkw.

Wegen umgestürzter Bäume und hängengebliebener Fahrzeuge gab es laut Landesalarm- und Warnzentrale rund 30 Feuerwehreinsätze im Bundesland. Bei der Stromversorgung gab es punktuell Störungen. Rund 300 Kundenanlagen seien seit der Früh nicht versorgt, hieß es seitens der Kelag. Betroffen waren vor allem das Lesachtal und der Osten Kärntens. Unterdessen war die Lawinengefahr in Kärnten auf Stufe 4 gestiegen. Wie der Landespressedienst meldete, herrschte in den Karnischen Alpen, den westlichen Gailtaler Alpen und in der Glocknergruppe große Gefahr.

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