Nach Lockdown

Schule startet im Schicht-Betrieb

Schule startet im Schicht-Betrieb
© Getty
Sollten Bildungseinrichtungen am 8. Februar aufsperren, dann unter strengen Auflagen.
OE24 auf Google bevorzugen

Wien. Es ist das entscheidende Wochenende. Am Montag ab 13 Uhr wird die Regierung beraten, ob der Lockdown ein Ende findet und zumindest Schulen und Handel ab dem 8. Februar öffnen dürfen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte im Bundesrat, dass „in jedem Fall“ Schulen bei den ersten Lockerungen dabei sein werden. Immer öfter ist auch von Insidern zu hören, dass dem Druck auf die Regierung von Handel und Eltern kaum mehr zu widerstehen ist.

Brief. In den Schulen laufen längst intensive Vorbereitungen. Seit Anfang der Woche bekommen Eltern – zumindest in Wien und Niederösterreich, die anderen Bundesländer haben später Ferien – Nachrichten der Schuldirektionen. Inhalt: die Erklärung des bevorstehenden Schichtbetriebs.

An jedem zweiten Tag gibt es Unterricht in Klassen

  • Zwei Schichten. Die Schüler werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Sie sollen alternierend zwei, dann drei Tage pro Woche Unterricht in den Klassen haben.
  • Hausübungstag. An Tagen ohne Präsenzunterricht – „Hausübungstagen“ – sollen die Schüler daheim lernen.
  • Betreuung. Wer es braucht, soll aber in der Schule betreut werden.
  • Oberstufen. Doch während man den Jüngeren (Volksschule/Unterstufe) den Schulstart in Aussicht stellte, wurde vielen Oberstufenschülern gesagt, das Distance Learning geht noch weiter. Endgültige Entscheidung: Montag.
  • FFP2. Noch steht es nicht in der Verordnung, aber es wird wohl kommen: Schüler ab 14 Jahren werden im Unterricht eine FFP2-Maske tragen müssen, so wie auch in den Öffis und in Supermärkten.

Gefahr. Alle wollen die Wiedereröffnung: Schüler, Lehrer und vor allem die Eltern. Aber vom eigentlichen Ziel des Lockdowns sind wir noch weit entfernt. Die Regierung gab vor, die Sieben-Tage-­Inzidenz (Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Menschen) soll für eine Öffnung bei 50 liegen. Aktuell ist sie mit 106 mehr als doppelt so hoch.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden