Naturschauspiel

Blutmond! Darum wird die Mondfinsternis diesmal so speziell

Roter Blutmond während einer totalen Mondfinsternis vor schwarzem Nachthimmel.
© Getty Images
Der August 2026 hält für Sternengucker ein besonderes Highlight bereit: Eine partielle Mondfinsternis steht bevor, bei der sich der Mond tief verfärbt und im Schatten der Erde verschwindet.
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Freitag, 28. August, 06:13 Uhr ist der Zeitpunkt, an dem das Maximum erreicht wird. Nur kurze Zeit nach einer partiellen Sonnenfinsternis dreht sich das Spektakel am Himmel um. In den frühen Morgenstunden taucht der Mond in den Schatten der Erde ein, wobei fast 93 Prozent der Mondscheibe vom Kernschatten erfasst werden. Der Haken an der Sache: Das Maximum fällt exakt mit dem Monduntergang zusammen. Wer das Ereignis beobachten möchte, benötigt eine freie Sicht nach Westen sowie einen frühen Wecker.

Warten auf den vollen Blutmond

Auf den vollen Blutmond-Effekt müssen Interessierte noch länger warten. Erst am Silvesterabend, 31. Dezember 2028, wird sich der Mond wieder leuchtend rot färben. Doch was genau steckt hinter diesen beeindruckenden Erscheinungen? Er leuchtet, glüht und verwandelt sich in tiefes Kupferrot, bevor er langsam wieder zurückfindet. Der Anblick des Mondes während einer totalen Mondfinsternis gehört zu den eindrucksvollsten Momenten am Nachthimmel. Hinter dem mystischen Schauspiel steckt präzise Himmelsmechanik.

Präzise Ausrichtung der Himmelskörper

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond exakt auf einer Linie stehen. Die Erde nimmt dabei die mittlere Position ein und wirft einen langen Schatten in den Weltraum, wie die NASA erklärt. Gerät der Mond in diesen Schatten, sprechen Fachleute von einer Mondfinsternis. Das klingt simpel, geschieht aber keineswegs bei jedem Vollmond.

Neigung der Mondbahn als Ursache

Die Mondbahn ist gegenüber der Erdumlaufbahn, der Ekliptik, um etwa 5,1 Grad geneigt. Deshalb zieht der Mond meistens ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei – um bis zu 37.000 Kilometer. Eine Finsternis tritt nur dann ein, wenn der Vollmond nahe an einem der beiden Knotenpunkte stattfindet, also den Schnittpunkten beider Bahnebenen. Weltweit lässt sich das etwa zwei- bis dreimal pro Jahr beobachten.

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