Selfie vom Amok-Wilderer Alois H.

Abschlussbericht liegt vor

Selfie vom Amok-Wilderer Alois H.

248 Tage nach dem Amoklauf gibt es neue Details zu Alois Hubers Bluttat.

Er stieg in Wohnungen und Jagdhäuser ein. Hortete daheim Hunderte Gewehre und Trophäen und verlor am Schluss völlig die Kontrolle. Am 17. September des Vorjahres erschoss Alois Huber (55) im niederösterreichischen Annaberg drei Polizisten und einen Sanitäter. Jetzt ist klar: Der Wilderer war noch verrückter als vorerst angenommen.

Diashow: Das ist der Wilderer Alois Huber

Das ist der Wilderer Alois Huber

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    Die Details aus dem polizeilichen Abschlussbericht:

    • Bis zu seiner Enttarnung im Vorjahr verübte Alois Huber insgesamt 108 Straftaten. Er legte Brände, stahl Motorräder, verübte Einbrüche. Geschätzter Schaden: 9,86 Millionen Euro .
    • Besonders auf Waffen hatte es der Niederösterreicher abgesehen. In Tarnanzug mit Sturmgewehr (Modell StG 77) inklusive Schalldämpfer und seiner geliebten Schäferhündin „Burgi“ an der Seite posierte Huber für irre Selbstaufnahmen.
    • Unglaublich auch: Während seiner Flucht schoss Huber nicht nur zwei Beamte in einem Streifenwagen nieder. Er zog den sterbenden Lenker auch hinter dem Fahrersitz hervor, legte ihn auf der Straße ab und floh mit dem Polizeiauto. Auf dem Beifahrersitz: der Leichnam des zweiten toten Beamten. Skrupel: Fehlanzeige.
    •  „Der Täter hat aktiv die Konfrontation mit der Polizei gesucht“, sagt Konrad Kogler, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit.
    • Daheim in Großpriel nahm sich Alois Huber dann das Leben. „Dieser Suizid im Bunker seines Hauses war lange geplant“, ist Claus Polndorfer, Leiter des psychologischen Dienstes im Innenministerium, überzeugt. (D. Müllejans)
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