Schule

Lehrer und Schüler befragt

Sexuelle Übergriffe
: Ganze Schule wird verhört

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Bis auf Weiteres sind die Burschen suspendiert.

Aussage gegen Aussage steht es nun in der Causa „Sexuelle Belästigung in der Schule“. Die vier minderjährigen Flüchtlinge (14 bis 16 Jahre), die ihre drei Schulkolleginnen begrapscht, bedroht und vulgär beschimpft haben sollen (ÖSTERREICH berichtete), streiten Übergriffe ab.

„Nur Spaß“
Die Burschen, die kein Deutsch sprechen und zum Teil seit dem zweiten Semester des letzen Schuljahres, zum Teil aber erst seit Herbst, die Neue Mittelschule in der Schlossstraße im Salzburger Stadtteil Parsch besuchen, wurden vom Unterricht suspendiert. Sie gaben an, die Mädchen „aus Spaß“ gerempelt zu haben. Die Rempeleien sollen auch die Mädchen angefangen haben. Von sexuellen Belästigungen wollen sie nichts wissen. Doch die Schulleiterin zweifelt nicht an der Glaubhaftigkeit der Mädchen. „Es ist schrecklich, dass sie so lange geschwiegen haben. Eines der Mädchen hat geweint, als es mir davon berichtete, man hat ihm die Erleichterung angemerkt“, so Eva Szalony gegenüber ÖSTERREICH. Die Opfer sind krankgemeldet, die Ermittlungen der Polizei laufen.

Keine Toleranz
Die Politik hat sich auch schon zu den Vorfällen geäußert. Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP) verurteilt die Vorfälle. „Es gibt jetzt die ‚Null-Toleranz-Anweisung‘: Bei jedem Verdacht müssen Lehrer die Vorfälle melden.“ Und Landesrätin Martina Berthold (Grüne) will das Thema sexuelle Belästigung in Flüchtlingsunterkünften aufarbeiten.

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