Wetterchaos

So verrückt war der Sommer

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Rekordhitze im Juli, Schneefall im August, Unwetter mit Hochwasseralarm. Das Wetter spielte diesen Sommer verrückt.

Im Sommer 2006 spielte das Wetter verrückt. So wurden im Vorfeld für August heiße Temperaturen prognostiziert und im Juli war Schlechtwetter angekündigt. Tatsächlich kam es aber genau umgekehrt.

Heißester Juli seit 1851 in Wien
In Wien wurde im Juli 2006 der heißeste Juli seit dem Jahr 1851 gemessen. In der Bundeshauptstadt wurden außerdem 350 Sonnenstunden gemessen. In Bregenz und St. Pölten wurden die alten Höchstmarken ebenfalls überschritten. Am wenigsten ließ sich die Sonne in Salzburg blicken: Dort gab es lediglich 253 Sonnenstunden.

Österreichweit liegen die Monatsmittel der Temperatur im Juli verbreitet um 3,5 bis 4,5 Grad C über den Normalwerten, an einigen Orten im Westen wie in Kufstein auch noch mehr. In Teilen der Obersteiermark, des südlichen Niederösterreich sowie des Burgenlandes verlief der Juli 2006 etwas „kühler“ mit Abweichungen von rund drei Grad vom langjährigen Mittel.

Die Temperaturen lagen zwischen minimal 4,4 Grad Celsius am 17. Juli in Mariapfarr und maximal 36,8 Grad am 21. Juli in Langenlebarn bei Tulln. Die Monatssummen des Niederschlags betragen in weiten Teilen Österreichs nur 25 bis 75 Prozent des Normalwertes.

Schwere Unwetter in NÖ und OÖ
Der Bezirk Waidhofen an der Thaya wurde gleich im Juli schwer vom Hochwasser getroffen und mehrmals von Unwettern heimgesucht. Die Gemeinden waren stark verschlammt und teilweise verwüstet. Auch im Bezirk Steyr in Oberösterreich kam es zu mehreren Überflutungen der Straßen.

August blieb unter den Erwartungen
Im August blieben die Monatssummen der Sonnenstunden allgemein unter den Normalwerten, wobei besonders Westösterreich davon betroffen war. in Bregenz gab es im August gar nur 113 Sonnenstunden. Die durchschnittliche Temperatur betrug im August 17,6 Grad. Auch die Anzahl der Sommertage beschränkte sich im gesamten Monat auf einen in Bregenz bis zu sieben in Wien, Eisenstadt und Klagenfurt.

Der absolute Monatshöchstwert vom August betrug 32,2 Grad Celsius und wurde am 18. August in Schwechat gemessen. Von den Bergen abgesehen meldete Reisach in Kärnten mit 0,8 Grad C am 31. August den absoluten Monatstiefstwert.

Schneefall auf der Zugspitze
Ende August hat der Kaltlufteinbruch Teilen Tirols und Vorarlbergs sogar angezuckerte Berspitzen beschert. Nach Angaben der Wetterdienstelle Innsbruck fielen etwa auf der 2.962 Meter hohen Zugspitze 30 Zentimeter Neuschnee. In Vorarlberger wurden Berggipfel oberhalb von 1.500 Meter Seehöhe in Weiß gehüllt, es gab auch Behinderungen auf höher gelegenen Straßen.

Herbststart wieder sommerlich
Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn am 1. September kehrt der Sommer zurück. Es wird merklich wärmer und zeitweise scheint in ganz Österreich die Sonne. Es gibt außerdem Temperaturen von bis zu 25 Grad.

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