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In U-Haft

Sohn (4) erstochen: Mutter bei Begräbnis

30-Jährige ersticht ihren kleinen Sohn und will dann an Begräbnis teilnehmen.

Wie verzweifelt muss eine Frau sein, die sich selbst töten will und auch noch ihr Kind mit in den Tod nimmt? Warum musste der kleine David sterben? Diese Fragen kann nur Judith M. beantworten.

Erinnerung weg
Doch die 30-Jährige weiß zwar, dass sie ihren Sohn vergangenen Dienstag in Reichenau (Oberösterreich) getötet hat – sie hat die Tat jetzt gestanden. Wie sie ihren 4-jährigen Sohn betäubt und mit einem Skalpell erstochen hat, daran erinnert sich die karenzierte Lehrerin nicht mehr. Dass sie versucht hat, sich die Halsschlagader aufzuschneiden, hat sie ebenfalls verdrängt.

Dabei hat Judith M. vor der Tat einen Abschiedsbrief an ihre Eltern geschrieben: „Ihr wisst nicht, wie schlecht es mir geht.“

Mittlerweile wurde Untersuchungshaft über Judith M. verhängt. Sie wird derzeit in der Linzer Landesnervenklinik betreut.

Täterin bei Begräbnis
Der Fall bekommt eine neue Dramatik: Die 30-Jährige hat beantragt, am Begräbnis ihres Sohnes teilnehmen zu dürfen – was ihr höchstwahrscheinlich in Begleitung von Justizwachebeamten auch erlaubt werden wird, wie ÖSTERREICH am Samstag aus Polizei- und Justizkreisen erfuhr.

Das Begräbnis findet an einem geheimen Termin Anfang kommender Woche im engsten Familienkreis statt. Es ist selbst unklar, ob Davids Vater aus London dabei sein wird.

Am Mittwoch um 19.30 Uhr findet ein Trauergottesdienst in der Reichenauer Kirche statt. Pfarrassistent Robert Seyr: „Wir werden für die Seele des kleinen David beten.“

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