Messerattacke

Soldat mit Schnittwunde im Spital

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Heeressprecher: Wachposten ging nach Vorschrift vor

Ein 26-jähriger Mann hat in der Nacht auf Montag eine Messerattacke auf einen Wachposten des österreichischen Bundesheeres vor der Residenz des iranischen Botschafters in Wien-Hietzing verübt. Der Soldat wehrte den Angreifer mit Schüssen aus der Dienstwaffe ab. Der Mann starb an Ort und Stelle. 
 
Der von dem Messerangreifer attackierte Soldat hat eine Schnittwunde an einem Oberarm davongetragen, sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Er sei mit einem schweren Schock ins Spital gebracht worden.
 

Vorschriftsmäßig gehandelt

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, hielt fest, der Berufssoldat habe vorschriftsmäßig zunächst das gelindeste Mittel - den Pfefferspray - eingesetzt. Erst als das nichts nützte, griff er wie vorgesehen zur Dienstwaffe. "Er hat aus jetziger Sicht alles richtig gemacht", so Bauer.
 
Der Nahbereich um den Tatort wurde abgesperrt, die Durchfahrt im Bereich Wenzgasse - Lainzer Straße war nicht möglich. Die Polizei ordnete zudem eine Verstärkung des Überwachungsdienstes der diplomatischen Einrichtungen in ganz Wien an.
 
Beim Tatort handelt es sich um ein historisches Gebäude: Die Villa Blaimschein, im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten von den jüdischen Eigentümern beschlagnahmt, war einst Schauplatz von Verhandlungen für eine provisorische österreichische Staatsregierung unter Karl Renner. Heute befindet sie sich im Eigentum der Republik Iran und dient dem Botschafter als Residenz.

Messerattacke in Wien

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