"Weststeirer City"

Bürgermeister wünschen Gemeinde-Fusion

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Die Zusammenlegung brächte mehr Zuschüsse vom Bund.

Dem Bürgermeister von Voitsberg, Ernst Meixner (S), sowie der regionalen Wirtschaftskammer schwebt, wie der ORF berichtet, ein Projekt namens "Weststeirer City" vor, welches die Zusammenschließung weststeirischer Gemeinden beinhalten würde. In Folge dessen würde die zweitgrößte Stadt der Steiermark mit rund 30.000 Einwohnern - noch vor Leoben - entstehen. Im Gespräch erklärte Meixner, dass es sich dabei vorerst nicht um ein konkretes Projekt, sondern lediglich um eine Vision einer "neuen Großgemeinde" handeln würde. Durch diese Fusion könnten mehr Leistungen für die Bürger bereitgestellt werden. Die Entscheidung soll von der Bevölkerung mitgetragen werden.

"Weststeirer City"
Die Vision "Weststeirer City" oder "Neue Großgemeinde" - wie sie Meixner eher bezeichnen würde - würde die Gemeinden Voitsberg, Köflach, Bärnbach, Maria Lankowitz und Rosental betreffen. Die Vorteile dieser Zusammenführung gegenüber einer bloßen Zusammenarbeit der Gemeinden lägen laut Meixner auf der Hand: "Da der Bund Allianzen nicht als Einheit ansieht, würde eine Zusammenlegung aufgrund der Bevölkerungszahl mehr Zuschüsse bedeuten", wie der Bürgermeister erklärt hatte. Die Gemeinden würden sogar ein Plus an sechs Millionen Euro Bedarfszuweisungen erhalten, erklärte der Regionalstellenobmann der Wirtschaftskammer Voitsberg, Peter Kalcher.

Gegen die Krise
So handelt es sich nach Meixner in erster Linie um eine Idee, um in Zeiten der Wirtschaftskrise mehr finanzielle Mittel den Gemeinden zukommen zu lassen. Des weiteren würde die "neue Großgemeinde" auch eine Erhöhung des politischen Gewichtes bedeuten, was eine Durchführung von Vorhaben erleichtern würde. Die Schwierigkeiten dieses Unterfangens liegen nach Meixner darin, die Zusammenlegung so zu gestalten, dass die Identität der einzelnen Kommunen erhalten bleiben würden. An der Vision "neue Großgemeinde" stehen noch einige Fragen bezüglich der Führung offen. Eventuell könnte in den jeweiligen Rathäusern ein Ortsvorsteher besetzt werden und ein übergeordneter Gemeinderat eingeführt werden. Doch Entscheidungen über die zukünftige Regierung der "neuen Großgemeinde" seinen laut Meixner "noch Jahre entfernt". Vorerst müssten Meinungen sowie die Zustimmung der Bevölkerung eingeholt werden.

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