Landesgericht

Jugendbande wegen Raubüberfällen vor Gericht

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Zwei Tankstellen und eine Trafik gehen auf das Konto einer Verbrecherbande. Die fünf Angeklagten zwischen 17 und 24 Jahren bekennen sich schuldig.

Fünf Jugendliche im Alter zwischen 17 und 24 Jahren mussten sich am Montag im Grazer Straflandesgericht vor einem Geschworenensenat verantworten. Sie hatten - in wechselnder Besetzung - zwei Tankstellen und eine Trafik überfallen. Alle fünf bekannten sich schuldig und gaben an, Geld für Drogen gebraucht zu haben.

Geld für Drogen
Eigentlich listete die Anklageschrift sechs Personen auf, doch ein Mädchen war nicht erschienen. Den nunmehr fünf Beschuldigten wurden zwei Überfälle und ein räuberischer Diebstahl zur Last gelegt. Um sich Geld für Drogen zu beschaffen, überfielen sie zunächst eine Trafik. Zwei waren die tatsächlichen Täter, die anderen waren nur am Rande beteiligt. Mit einer Softgun bedrohten sie die Angestellte und erbeuteten 800 Euro sowie zwei Stangen Zigaretten.

Tankstelle mit Messer überfallen
"Erfolg ist Erfolg und schreit nach Wiederholung", formulierte es Staatsanwalt Erich Leitner. Was dann tatsächlich folgte, war ein Überfall auf eine Tankstelle, diesmal bewaffnet mit einem Messer. Die Beute: 2.100 Euro, die aber auch rasch aufgebraucht waren. Beim dritten Versuch hatten die Täter sogar Glück: Die Tankstelle, die sie überfallen wollten, war gerade leer, also griffen sie gleich selbst in die Kassa. Damit hatten sie "nur" einen räuberischen Diebstahl zu verantworten.

Jüngste Angeklagte ist 17
Vor Gericht gaben sich alle zerknirscht und vor allem geständig. "Sie sind dümmlich in etwas hineingeschlittert", meinte einer der Verteidiger. Die jüngste Angeklagte, das 17-jährige Mädchen, erzählte, dass sie mehr als drei Jahre drogenabhängig war, nun aber damit aufgehört habe. "Die Idee zum Überfall hatten wir zu zweit", versuchte sie erst gar nicht, ihre Rolle zu beschönigen.

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