Wegen Insolvenz:

Land Steiermark bereitet Rückzug aus Therme Bad Gleichenberg vor

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Förderungen und stille Beteiligung gegen Abschlagszahlung.

Das Land Steiermark bereitet offenbar den Rückzug aus der Beteiligung an der oststeirischen Therme Bad Gleichenberg vor. Am Donnerstag hatte die Landesregierung einen entsprechenden Beschluss gefasst, sich unter gewissen Bedingungen und einer Abschlagszahlung zurückzuziehen. Konkret geht es um die - laut Land ohnehin nicht rückzahlbare Förderungen - für die Neuerrichtung der Therme und Nebeneinrichtungen im Ausmaß von 8,7 Mio. Euro inklusive Zinsen sowie die 4,9 Mio. Euro inklusive Zinsen an stiller Beteiligung, die als Kapitaleinlage geleistet wurde.

Hintergrund der Entscheidung der Landesregierung ist die im Juni 2012 beantragte Insolvenz der Kappa Thermenbeteiligung GmbH - die Überschuldung beläuft sich laut Kreditschützern auf rund 22,2 Mio. Euro - Passiva von 55,5 Mio. Euro stehen Aktiva von 33,3 Mio. Euro gegenüber. Die Insolvenz hatte aber keine Auswirkung auf den Fortbestand und den Betrieb der Therme Bad Gleichenberg mit rund 150 Beschäftigten, die von einer Betriebsgesellschaft geführt wird. Bei der Insolvenz dürften Meinungsverschiedenheiten unter den Gesellschaftern Hans-Peter Haselsteiner und Christian Köck einerseits sowie einer Gruppe um dem Grazer Advokaten und Immobilieninvestor Reinhard Hohenberg anderseits eine wesentliche Rolle gespielt haben.

Das Land würde eine Abschlagsbetrag von 545.000 Euro erhalten, wie von Landesseite bestätigt wurde. Das wäre immer noch mehr als bei einer geringen Insolvenzquote zu holen wäre. Der Bund, der ebenfalls rund 6,7 Mio. Euro zugeschossen hatte, müsste gleichfalls noch mit im Boot sein. Das Land Steiermark habe jedenfalls die Summen "ganz normal" im Insolvenzverfahren als Forderung angemeldet. Der Hintergrund: Förderungsauflage war es, bis 31. Dezember 2013 eine gewissen Beschäftigtenstand in der Therme zu halten. Primär sei es das Interesse des Landes, den Betrieb zu sichern. Was auch die Investorengruppen wollen, nur gehen die Ansichten über das "Wie" auseinander. Derzeit ist im Insolvenzverfahren noch keine weitere Gläubiger- oder ähnliche Sitzung angesetzt.

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