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Gluthitze in Österreich

Steiermark: Hitzeschutzplan tritt in Kraft

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Der Plan tritt in Kraft, wenn an drei Tagen über 31 Grad erreicht werden.

In Anbetracht der für das Wochenende erwarteten Temperaturen hat das Land Steiermark am Freitag die Warnstufe zum Hitzeschutzplan ausgerufen. In dem Plan, wie er seit heuer auch in Kärnten gilt und auch schon in Kraft gesetzt wurde, geht es um Verhaltenshinweise für jene Einrichtungen, die mit sogenannten Risikogruppen wie Kindern, älteren und kranken Menschen zu tun haben, und deren vorsorgliche Alarmierung.



  „Hitzewellen sind eine oft unterschätze Gefahr," sagt Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Graz, „denn sie sind nicht so spektakulär wie zum Beispiel Stürme oder schwere Gewitter und wirken nur langsam. Aber besonders für alte und kranke Menschen können Hitzewellen lebensbedrohlich sein. "Für gesunde Menschen wird es ein schönes, heißes Wochenende", relativiert der steirische Landessanitätsdirektor Odo Feenstra die Problemlage, die eben nur für bestimmte Risikogruppen gelte.

 Der Hitzeschutzplan gilt in der Steiermark den dritten Sommer, die Warnstufe wurde bisher sechsmal ausgerufen. Dies erfolgt dann, wenn die Prognose an drei Tagen über 31 Grad Celsius in Verbindung mit einer Luftfeuchtigkeit von über 60 Grad verspricht. Aktuell wird die Warnstufe voraussichtlich bis inklusive Montag gelten, unter Umständen auch am nächsten Wochenende.

An Hitze und Trockenheit leidet vor allem die Landwirtschaft, die bereits "erhebliche Schäden" verzeichnet. Besonders betroffen sind in der gesamten Steiermark Grünlandflächen auf exponierten Lagen sowie Mais und Kürbis auf Schotter- und Sandböden, wie es in einer Aussendung am Freitag hieß.

Kammerpräsident Gerhard Wlodkowski verlangte Hilfe aus dem Katastrophenfonds für geschädigte Grünlandbauern. Auch soll Futter von Ackerblühflächen und Biodiversitätsflächen verfüttert werden dürfen. Je nach Region falle heuer der zweite und dritte Grünlandschnitt weitgehend aus. „Um Notverkäufe von Rindern und Schafen zu verhindern, brauchen Betriebe, die Futter zukaufen müssen, eine finanzielle Hilfe aus dem Katastrophenfonds“, appellierte der Kammerpräsident. Unterstützt wurde Wlodwowski von den Landesregierern Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP), die von der Bundesregierung ebenfalls eine Soforthilfe einforderten.
 

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