Eine Bombendrohung gegen das LKH Leoben sorgte im Mai dieses Jahres für große Aufregung. Ein 30-Jähriger steht jetzt vor Gericht.
Die Drohung erfolgte per Telefon mitten in der Nacht und hatte die sofortige Evakuierung von über 400 Patienten zur Folge. Der Anrufer konnte ausgeforscht und angezeigt werden. Er steht nun Dienstagnachmittag in Leoben wegen gefährlicher Drohung vor Gericht. Ein Urteil wird für den Abend erwartet.
"In einer Stunde geht die Bombe hoch"
Der Anruf
erfolgte am 23. Mai um 1.14 Uhr: "In einer Stunde geht die Bombe hoch",
sagte ein unbekannter männlicher Anrufer. Bereits 15 Minuten später wurde
mit der Evakuierung des gesamten Krankenhauses - mit Ausnahme der
Intensivstation - begonnen. Da es glücklicherweise eine sehr milde Nacht
war, konnten die Patienten vorübergehend im Freien untergebracht werden.
Kein Sprengstoff gefunden
Kurz nach fünf Uhr früh beendete die
Polizei den Einsatz, Sprengstoff war keiner gefunden worden. Die Kranken
wurden wieder zurück in das Gebäude gebracht. Mitten in dem ganzen Trubel
kam ein kleiner Bub gesund zur Welt. Die Kaiserschnitt-Entbindung konnte
auch wegen des Bombenalarms nicht unterbrochen werden.
Betrunken
Der Anrufer - ein 30-jähriger Leobener - konnte wenige
Tage später ausgeforscht werden. Er gab an, bei dem Anruf betrunken gewesen
zu sein. Die Verhandlung beginnt um 14.30 Uhr, ein Urteil soll noch am
Dienstag erfolgen.