Stier Maxi erschossen: Besitzerin tötet sich

Tragödie

Stier Maxi erschossen: Besitzerin tötet sich

Ohne ihren Jungstier wollte ­eine Besitzerin nicht leben – Freitod.

Es ist eine unvorstellbare Beziehungsgeschichte zwischen einem Menschen und einem Tier, die in einer Tragödie endete. Weil ihr geliebter Stier Maxi erschossen werden musste, wollte auch seine Besitzerin nicht länger leben. Jede freie Minute hatte Gabriela V. (44) aus Sölden mit dem Jungbullen verbracht. „Ihre Tiere waren für sie Ersatzfamilie“, sagte eine Gastwirtin aus dem Ort zu ÖSTERREICH.

Das Drama nahm in der Silvesternacht seinen Lauf. Maxi geriet durch das laute Krachen von Feuerwerkskörpern offensichtlich in Panik und büxte aus. Weil es keine Möglichkeit gab, den Stier einzufangen, blieb der Polizei nichts anderes übrig, als einen Jäger damit zu beauftragen, den 775 Kilo schweren Maxi zu erschießen. Man wollte kein Risiko für die Bevölkerung von Sölden eingehen.

Bergretter fanden 
zufällig die Leiche

Für Besitzerin Gabriela V. brach eine Welt zusammen. „Wenn Maxi tot ist, bin ich auch tot“, sagte sie zu Neujahr zu einem Nachbarn. Sie verschwand und ging als Vermisstenfall durch die Medien. Ihr Auto, Handy. Pass und Laptop ließ sie zurück, die Polizei vermutete Schreckliches. Doch von der 44-Jährigen fehlte über Monate jegliche Spur.

Bis zum Wochenende. Am Sonntagnachmittag entdeckten Mitglieder der Bergrettung bei einer Wanderung im Bereich Grantstein auf einer Wiese die Leiche einer zunächst unbekannten Frau. Eine Hubschrauber-Besatzung des Innenministeriums barg die Tote.

Eine Obduktion wurde angeordnet, um letzte Gewissheit zu erlangen. Eine Polizeisprecherin der Tiroler Polizei zu ÖSTERREICH: „Wir gehen davon aus, dass es sich um Gabriela V. und um eine Verzweiflungstat gehandelt hat.“

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