Balkon

Ski-Kurs endete fatal

4 Mädchen stürzen von Balkon

Drei Meter stürzten die vier deutschen Ski-Mädchen in die Tiefe.

Schwerer Schock für einen bayrischen Skiklub: Vier Nachwuchstalente stürzten in Tirol vom Balkon, zwei liegen im Spital im Koma.

Tirol. Das Trainingslager des Skiverbands München am Hintertuxer Gletscher endete mit einem schlimmen Unfall: Die vier jungen Ski-Talente Theresa W. (13), Fabiana D. (14), Anne-Sophie S. (14) und Sina S. (15) genossen Samstagnachmittag ihre Freizeit auf der Terrasse ihrer Unterkunft in Finkenberg im Zillertal und lehnten sich auch gegen den Terrassenzaun.

Plötzlich (bei einer Teambesprechung) gab der Zaun nach. Theresa, Fabiana, Anne-Sophie und Sina S. stürzten kopfüber drei Meter in die Tiefe. Die Mädchen schlugen auf hartem Beton auf, ihre geschockten Freundinnen auf der Terrasse riefen um Hilfe. Anne-Sophie und Sina wurden so schwer verletzt, dass sie mit Schädelbrüchen in die Spitäler nach Schwaz und Innsbruck geflogen werden mussten. Sie liegen im Koma. Theresa und Fabiana hatten Glück: „Die zwei konnten nach einer kurzen Behandlung schon wieder aus dem Spital entlassen werden“, so Ski-Trainerin Yvonne Schnock zu ÖSTERREICH: „Mir geht es nicht gut bei der Sache, wir haben auch schon einen Krisenstab mit Psychologen einberufen.“

Heimgefahren.
Die jungen Ski-Cracks fuhren mit ihrer Betreuerin Schnock Sonntag retour nach München, alle mit den schlimmen Bildern im Kopf. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Derweil kämpfen die Ärzte um das Leben von Anne-Sophie und Sina.

ÖSTERREICH: Frau Schnock, was ist da in Mayrhofen genau passiert?
Yvonne Schnock: Nur so viel: Zwei Mädchen wurden schwer verletzt und liegen mit Kopfverletzungen im Krankenhaus, zwei konnten zum Glück schon wieder aus dem Spital entlassen werden.
ÖSTERREICH: Wie geht es Ihnen als Trainerin dabei?
Schnock: Nicht gut und ich habe auch schon mit den betroffenen Eltern telefoniert.
ÖSTERREICH: Wie geht es weiter?
Schnock: Ich bin mit den anderen Mädchen heimgefahren, dort haben wir einen Krisenstab eingerichtet, auch Psychologen werden zur Seite stehen, damit die anderen Kindern professionelle Hilfe bekommen.

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