Falschaussage

Polizist
 ruiniert
 Fußball-Fan

Durch die Falschaussage eines Polizisten verlor ein Fußball-Fan seine Existenz.

Der Anfang vom Ende begann für Wacker-Innsbruck-Fan Daniel A. (19) am 22. Juli 2003: Nach der Niederlage seines Clubs gegen Kapfenberg, läuft er auf den Platz, wird von der Polizei festgenommen.

Dabei soll sich ein Inspektor schwer verletzt haben. Durch den um sich schlagenden Fan sei er über die Werbebande geflogen, habe sich einen schweren Bandscheibenvorfall zugezogen, musste in den Innendienst versetzt werden.
Die Folge für Daniel A.: Anklage wegen schwerer Körperverletzung, Schadenersatzforderungen des Polizisten über 164.000 Euro.

Der Wacker-Innsbruck-Fan musste Privatinsolvenz anmelden und hat bis heute beruflich kein Bein mehr auf den Boden gebracht.

Und das wegen einer Falschaussage des Polizisten. Denn den Sturz über die Werbebande hatte es nie gegeben, wie Daniels umtriebiger Anwalt nach elf Jahren beweisen konnte.

Durch Zufall machte Verteidiger Mathias Kapferer die Bekanntschaft eines Innsbruck-Fans, der 2003 die Szene mit einer Kamera gefilmt hatte. Nachdem der Streifen als Beweismaterial zugelassen war, wurde der Inspektor entlarvt.

Jetzt klagt der Fan
das Ministerium
Daniel A. hatte nie um sich geschlagen, den Polizisten nicht verletzt. Aus der Anklage wegen Körperverletzung wurde ein Widerstand gegen die Staatsgewalt. Doch auch hiervon wurde der Fan jetzt freigesprochen. Die finanziellen Forderungen des Inspektors sind vom Tisch. Jetzt will Daniel A. das Innenministerium klagen.

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