Baby ertränkt: Verdacht gegen Mutter erhärtet

Unfassbare Tragödie

Baby ertränkt: Verdacht gegen Mutter erhärtet

Alles spricht für einen besonders tragischen Fall einer postpartalen Psychose. 

Tirol. Es sind die traurigsten Polizeiermittlungen so kurz vor Beginn des friedlichen Advents: Wie berichtet, steht eine 31-jährige Tirolerin im Verdacht, bei einem stationären Aufenthalt im St.-Vinzenz-Krankenhaus in Zams ihr zwei Wochen altes Baby ertränkt zu haben. Das Kleinkind war wegen einer leichten Form der Gelbsucht im Krankenhaus Zams in Tirol in Behandlung und wurde mit Licht bestrahlt. Eine völlig harmlose Routine-Behandlung.

Danach soll die Frau ihren Sohn alleine in einem Zimmer gebadet haben. „Als der Vater, der kurz draußen war, in das Zimmer zurückkam, hat er bemerkt, dass das Kind blau angelaufen war“, sagt der zuständige Staatsanwalt Thomas Willam.

Das Baby wurde reanimiert und in die Innsbrucker Klinik gebracht, wo es wenig später verstarb. Wie die Obduktion ergab, ist der Säugling ertrunken bzw. erstickt, nachdem er mehrere (!) Minuten lang ohne Sauerstoffzufuhr gewesen ist. Aufgrund der langen Zeit gehen die Ankläger nicht davon aus, dass der Vorfall versehentlich passiert ist, sondern dass es eine vorsätzliche Tat war.

31-Jährige an die Justiz in Innsbruck überstellt

Noch am Freitagabend wurde gegen die Mutter (eine Einheimische aus dem Oberland) eine „vorläufige Anhaltung“ in der psychiatrischen Abteilung der Innsbrucker Justizanstalt verhängt. Experten gehen davon aus, dass die Frau unter einer postpartalen Psychose litt, was bei ein bis zwei von 1.000 Geburten vorkommt und mit extremen Angstzuständen, Wahnvorstellungen und sogar (Selbst-)Mordgedanken verbunden ist. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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