Bergsteiger-Legende auf Funkmast verunglückt

Drama

Bergsteiger-Legende auf Funkmast verunglückt

Der blinde Rekord-Bergsteiger Andreas Holzer (52) liegt schwer verletzt im Spital.

Tirol. Als Bezwinger der sogenannten Seven Summits, des jeweils höchsten Berges der sieben Kontinente, hat der blinde Bergsteiger Andy Holzer aus Tristach in Osttirol Geschichte geschrieben. Doch jetzt wurde dem 52-Jährigen eine andere große Leidenschaft zum Verhängnis.

Holzer ist seit 1987 Funkamateur unter dem Rufzeichen OE7AJH, kommuniziert so mit der halben Welt. In seinem Garten hat Holzer hierfür einen ausfahrbaren Teleskop-Funkmast aufgestellt. In mehreren Metern Höhe hatte er am Wochenende angeseilt Wartungsarbeiten an der Anlage durchgeführt. Doch plötzlich sackte der Funkmast in sich zusammen und klemmte dem Extrem-Bergsteiger beide Arme ein.

 

Als blinder Bergsteiger bezwang er Mount Everest

Laut Polizei in Lienz wurde Holzer dabei der rechte Zeigefinger abgetrennt. Außerdem brach er sich den linken Unterarm. Nach einer aufwendigen Bergung wurde der 52-Jährige mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Klagenfurt ausgeflogen. Dort versuchten die Ärzte vier Stunden lang, den abgetrennten Finger zu retten – ohne Erfolg.

Andy Holzer sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen, weil er als erster blinder Bergsteiger den Mount Everest bezwingen wollte. Nach mehreren Anläufen gelang ihm dies 2017.

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