Grippe

Experten raten dringend zu Impfung

Grippe-Schock zu Weihnachten

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Vor allem Kinder und gebrechliche Personen sind in nächsten Wochen stark gefährdet.

Wien. Jahrelang hat der Grippevirus A/H3N2 im Verborgenen gelauert – nur um jetzt mit voller Härte zuzuschlagen. Ausgehend von Tirol, wo bereits Hunderte Kinder erkrankt sind und mehrere Schulen geschlossen werden mussten, breitet sich der aggressive Virus nun explosionsartig in Österreich aus. Die ­Leiterin der Abteilung Influenzaviren der MedUni-Wien, Monika Redlberger-Fritz: „Innerhalb der nächsten Wochen ist in Österreich mit einer Grippewelle zu rechnen.“

Todesfälle zu befürchten. Das Problem: Dadurch, dass der Virus A/H3N2 jahrelang nicht in Erscheinung trat, sind nun drei Geburtenjahrgänge, also mehr als 250.000 Kinder in Österreich ohne jeglichen immunologischen Schutz. Ein massives Problem ist auch der schwere Krankheitsverlauf mit sehr hohem Fieber und extrem starkem Husten. Redlberger-Fritz: „Für Kinder und ältere Personen kann es zu starken Komplikationen kommen und im Extremfall auch zum Tod führen.“

Dringend impfen. Die Virologin empfiehlt dringend, sich impfen zu lassen. Das gilt vor allem für Risikopatienten. Jetzt ist der beste Zeitpunkt dafür, da es etwa 10 Tage dauert, bis der volle Schutz einsetzt und in diesem Zeitraum auch damit zu rechnen ist, dass die Welle langsam ihrem Höhepunkt zurollt. „Im Moment gibt es noch keine Lieferengpässe beim Impfstoff“, erklärt Elisabeth Ort von der Österreichischen Apothekerkammer. Wie gesagt: noch.

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