Enorme Hitze

Über 40 Grad: Wetter-Experte warnt vor Rekord-Sommer

Vor allem im Juli könnte es enorm heiß werden. 

Der Sommer 2026 könnte neue Maßstäbe setzen – zumindest aus meteorologischer Sicht. Experte Jan Schenk hält extreme Hitze in Mitteleuropa für realistisch. „40 Grad in Mitteleuropa gehören mit dazu, muss man einfach von ausgehen“, sagt der Meteorologe gegenüber FOCUS. Damit rücken neue Temperaturrekorde in greifbare Nähe, insbesondere im Juli, der als kritische Phase gilt. Darauf würden erste Langzeitprognose deuten. 

Als Vergleich dient häufig das Jahr 2006, das bereits außergewöhnlich hohe Temperaturen brachte. Doch die Ausgangslage hat sich seitdem verändert: Durch den fortschreitenden Klimawandel liegen die Durchschnittstemperaturen heute höher, was Extremwerte wahrscheinlicher macht.

Auch Österreich dürfte betroffen sein. Gerade in inneralpinen Regionen und Ballungsräumen wie Wien könnten längere Hitzewellen auftreten. Tropennächte, ausgetrocknete Böden und steigende Belastung für Mensch und Infrastruktur wären mögliche Folgen. Gleichzeitig erhöht die Hitze die Waldbrandgefahr, insbesondere in ohnehin trockenen Regionen.

Unwetter-Gefahr

Doch mit der Hitze wächst auch das Risiko für heftige Unwetter. Warme Luft speichert mehr Feuchtigkeit und Energie – ideale Bedingungen für Gewitter. Starkregen, Hagel und lokale Überschwemmungen könnten den Sommer ebenso prägen wie die Hitze selbst. Solche Ereignisse sind allerdings schwer vorherzusagen und treten oft sehr lokal auf.

Ein zusätzlicher Treiber ist das Klimaphänomen El Niño. Es sorgt für eine zusätzliche Erwärmung von Ozeanen und Atmosphäre. „Da kommt ein richtiger Temperaturschub auf uns zu“, warnt Schenk. Dieser globale Effekt kann regionale Wetterextreme verstärken – auch in Europa.

Der Sommer 2026 könnte damit ein Beispiel für eine neue Normalität werden: längere Hitzeperioden, kombiniert mit plötzlich auftretenden Extremwettern. Eine Entwicklung, die zeigt, wie stark sich das Klimasystem bereits verändert hat.

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