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Projekt abgeblasen

Uhu-Paar hat Seebühnen-Projekt "versenkt"

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Die ehrgeizigen Pläne wurden von einem Uhu-Pärchen durchkreuzt.

Ein Uhu-Paar soll ein geplantes Seebühnen-Projekt in Kopfing (Bezirk Schärding) im Innviertel zum Kentern gebracht haben. Die Gemeinde hat zwar Investoren an der Hand, in ein notwendiges Naturschutzgutachten will aber offenbar niemand Geld stecken. Daher habe man das Vorhaben nun zu Grabe getragen, ohne dass überhaupt ein Verfahren beim Land eröffnet wurde, wie das ORF-Radio Oberösterreich am Dienstag berichtete.

In dem stillgelegten Steinbruch war eine Arena mit Seebühne und 1.500 Sitzplätzen geplant. Privatinvestoren hätten bereits einige Millionen Euro zugesichert und sogar die Passauer Festwochen Interesse bekundet, heißt es in dem Bericht. Laut Bürgermeister Otto Straßl wäre mit einer Wertschöpfung von vier bis fünf Millionen Euro zu rechnen gewesen.

Nun sollen die ehrgeizigen Pläne von einem brütenden Uhu-Pärchen durchkreuzt worden sein. "Laut den Naturschutzrichtlinien darf man in einer gewissen Umgebung von dem Uhu eigentlich überhaupt nichts tun", begründet Straßl, warum das Projekt vorzeitig abgeblasen wurde. Die Sprengungen im Steinbruch hätten die Vögel früher nicht gestört, jetzt sei ihnen aber scheinbar die Musik zu viel, wundert sich der Bürgermeister im Radio-Interview.

Es sei eine faule Ausrede, sich auf den Naturschutz zu berufen, wird Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner (F) zitiert. Seine Abteilung habe bisher lediglich festgestellt, dass das Uhu-Pärchen in dem Steinbruch seinen Nistplatz hat. "Es gibt eine Interessenabwägung von wirtschaftlichen und Interessen des Naturschutzes." Den Betreibern fehle offensichtlich der Mut, Geld für ein Gutachten in die Hand zu nehmen, so Haimbuchner.

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