Van der Bellen über Ibiza und das „verdammte Corona“

Vier Jahre im Bundespräsidenten-Amt

Van der Bellen über Ibiza und das „verdammte Corona“

So denkt der Bundespräsident über Greta Thunberg, Pyjama-Partys und andere Staatschefs.

Am 26. Jänner 2017, genau vor vier Jahren, wurde Alexander van der Bellen als österreichischer Bundespräsident angelobt. Anlässlich seines Amtsjubiläums beantwortete er auf Instagram Fragen zu seiner Amtsperiode und plauderte aus dem Nähkästchen.
 

Morbide erste Aufgabe

Unter anderem sprach Van der Bellen über seine erste Amtshandlung als Bundespräsident, das Niederlegen von Kränzen an den Gräbern seiner Vorgänger am Zentralfriedhof: „Das fand ich sehr wienerisch. Jetzt bist im Amt, ist schon okay, aber weißt eh, wo du landest.“ Auch angesichts dieser morbiden Aussichten hat der Präsident seine Zuversicht nicht verloren und geht gelassen an das Leben heran: „Man kann immer Fehler machen, damit muss man Leben. Nicht nur als Bundespräsident, sondern ganz generell.“
 

Herausforderungen im Aus- und Inland

Trotz aller Gelassenheit gibt Van der Bellen zu, vor dem Treffen mit anderen Staatsoberhäuptern aufgeregt zu sein: „Nervös ist der falsche Ausdruck, aber gespannt“. Dabei hatte Van der Bellen genug Momente, um nervös zu sein, auch in Inlandsangelegenheiten: Als persönlich herausfordernden Moment der vergangenen vier Jahre nennt der Bundespräsident den Ibiza-Skandal und dessen Nachwirkungen: „Das waren schon herausfordernde 14 Tage. Müsste ich nicht jedes Jahr haben.“ 
 

Berufliche Höhepunkte

Van der Bellen spricht nicht nur über schwierige Zeiten, sondern nennt auch Höhepunkte seiner Amtszeit: Unter anderem genoss er eine Pyjama-Party anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums der Kinderrechtskonvention und traf Greta Thunberg, die er eine „bemerkenswerte junge Frau“ nennt. Darüber hinaus blickt er mit Freude auf die Angelobung der ersten Bundeskanzlerin und des ersten Kabinetts, das zu gleichen Teilen aus Frauen und Männern besteht, zurück.
 

Persönliches

Als Highlight in seinem persönlichen Leben nennt er die Adoption seiner Hündin „Juli“, die in Bezug auf Staatsgeheimnisse „sehr diskret“ sei und sich im Zweifelsfall auch leicht bestechen ließe. 
 
Worauf er sich in den nächsten zwei Jahren am meisten freut? „Ich glaube auf das, worauf sich alle freuen, wenn das verdammte Virus einmal unter Kontrolle ist: Freunde treffen, Essen gehen, mal ins Kino gehen, ins Konzert.“ 
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten