Versicherungsbetrug mit 330.000 Euro Schaden

32-Jähriger angezeigt

Versicherungsbetrug mit 330.000 Euro Schaden

Chef einer Kfz-Reparaturfirma soll Schäden an Kundenfahrzeugen vergrößert haben.

Das Landeskriminalamt NÖ hat einen Versicherungsbetrug mit rund 330.000 Euro Schaden aufgedeckt. Ein Geschäftsführer und Gesellschafter einer Kfz-Reparaturfirma aus dem Bezirk Gänserndorf soll jahrelang Schäden an Fahrzeugen seiner Kunden vergrößert haben, teilte die Polizei mit. Der 32-Jährige wurde wegen Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betruges der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

Zumindest 141 Kfz von Kunden soll der Firmenchef - u.a. mit Hammer, Schlägel oder Holzlatte - seit zumindest Dezember 2013 bis mindestens Februar 2016 noch mehr demoliert haben. Er sei teilweise geständig, hieß es am Freitag von der Polizei. Die Werkstätte verrechnete die von Sachverständigen bei den Besichtigungen bewerteten Gesamtschäden den Versicherungen, die diese auch bezahlte. Die Schäden sollen dann günstig repariert worden sein, die Differenz soll der 32-Jährige eingestreift haben.

Reger Kundenzustrom

Zehn Assekuranzen sollen betroffen sein. Die erweiterten Schäden in Höhe von rund 330.000 Euro wurden laut Polizei von den Sachverständigen als Mehraufwand an Arbeitsstunden und durch Verrechnung von Neuteilen, obwohl beschädigte Fahrzeugteile repariert wurden, errechnet.

Die Reparaturfirma stellte den Angaben zufolge Kunden während der Reparatur ein Ersatzfahrzeug kostenlos zur Verfügung, übernahm den Selbstbehalt in Höhe von 200 bis 500 Euro und führte die gesamte Schadensabwicklung durch. Das sorgte laut Polizei für regen Kundenzustrom, bis zu 15 Leihfahrzeuge waren angemeldet. Der Beschuldigte war der Aussendung zufolge selbst als Sachverständiger für Kfz-Schäden für eine Versicherung tätig und mit den Abrechnungsmodalitäten der einzelnen Assekuranzen vertraut.

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