Unwetter

Wetter-Wahnsinn: Schneepflug im Juni

Unwetter am Dienstagabend - 1.000 Feuerwehrleute im Einsatz.

Winter mitten im Sommer! Gleich zwei Tiefdruckgebiete nahmen uns am Dienstag in die Zange. Die Folge: Überflutungen, Muren und sogar Schnee.

Das war einfach der Wahnsinn: Dienstagabend setzte ein riesiges Unwetter-Gebiete weite Teile Österreichs unter Wasser und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Die Details zum Wetter-Chaos:

Als erstes traf es Vorarlberg. Schon in den Morgenstunden fiel im Raum Bregenz so viele Regen, wie sonst nur alle zwanzig Jahre! Insgesamt schaffte es die Landeshauptstadt am Ende des Tages auf unglaubliche 71 Liter pro Quadratmeter!

Nächster Halt der Kaltfront: Salzburg. Im Norden des Landes wurden Bäume entwurzelt, Keller und Unterführungen überflutet. Aber dann ging es erst richtig los...

Gleich 2.000 Feuerwehrmänner mussten in Oberösterreich zu 3.340 Einsätzen (!) im Kampf gegen das Unwetter ausrücken. Etliche Straßen im Bezirk Perg waren teilweise geflutet, Hunderte Keller waren überschwemmt, in Pregarten (Bezirk Freistadt) sogar eine ganze Tiefgarage. Ein weiteres Problem: Das Hochwasser:


„Der Inn bei Braunau stieg von 6,14 auf 6,99 Meter in nur 24 Stunden, die Steyr von 1,90 auf 2,86 Meter“, erklärt Reinhard Enzenebner von Hydrographischen Dienst in Oberösterreich. In Schärding mussten zum Hochwasserschutz sogar mobile Dämme aufgestellt werden!

Ebenfalls katastrophal war die Situation in Niederösterreich. In Rappottenstein (Bezirk Zwettl) gab es bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter und in St. Georgen trauten viele ihren Augen nicht. Denn mitten im Hochsommer schneite es plötzlich. Rund 20 Zentimeter hoch türmte sich die weiße Pracht. Sogar ein Schneepflug musste die Straßen räumen! Und: In Ertl (Bezirk Amstetten) stand ein Feuerwehrhaus ein Meter unter Wasser.

NÖ-Feuerwehrsprecher Franz Resperger: „Insgesamt waren bis zu 1.000 Feuerwehrmänner im Einsatz. In machen Bezirken waren die Helfer mit ihren Kräften am Ende.“

Glück: Die restlichen Bundesländer blieben von größeren Schäden weitgehend verschont. Fest steht: Das Schlimmste dürfte nun überstanden sein. Die Tiefs sind abgezogen, jetzt kommt Hoch „Stefan“.
 

Mit einem Klick auf die Wetter-Karte erhalten Sie detaillierte Wetter-Infos:

 

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15.50 Uhr: Pegel von Enns und Donau in OÖ sinken wieder
In Steyr (Oberösterreich) sinkt der Pegel der Enns nun wieder - aktueller Messwert von 15.35 Uhr: 4,00 Meter. Auch der Wasserstand der Donau in Mauthausen ist sinkend - aktuell liegt der Pegel bei 5,40 Meter und damit wieder unter der Hochwasserwarngrenze. 

15.21 Uhr: Die Hagel-Gewitter in Kärnten ziehen nach Osten weiter - die Unwetterwarnung gilt nun auch für den Großraum Villach.

14.52 Uhr: Hagel- und Gewitterwarnung
Im Kärntner Bezirk Spittal an der Drau werden laut Zentralanstalt für Meteorologie in den nächsten Stunden Gewitter und Hagel erwartet. Auch für den Tiroler Bezirk Schwaz ist eine Unwetterwarnung aufrecht.

14.13 Uhr: Prognose: Donau-Wasserstände sinken am Abend wieder
In Mauthausen stieg der Pegel der Donau auf über 5,50 Meter an und liegt damit knapp über der Hochwasserwarngrenze. Auch in Ybbs (NÖ) kletterte der Wasserstand auf 5,29 Meter. Ab 17.30 Uhr soll laut Prognosen der Wasserstand wieder sinken.

13.28 Uhr: Windkarte
Der Wind bleibt vor allem im Osten des Landes mit Böen bis zu 60 km/h stark. Die Vorschau:


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12.30 Uhr: Pegel der Donau steigt noch bis Mitternacht
Wegen der starken Niederschläge in Bayern, Ober- und Niederösterreich erwarten Experten des hydrographischen Dienstes, dass der Wasserpegel der Donau bis Mitternacht bis auf 5,70 Meter steigen wird. Der Wasserstand entspricht dem eines einjährigen Hochwassers. Mit Überschwemmungen wird allerdings nicht gerechnet.

12.08 Uhr: Regen lässt nach
Wie das aktuelle Regen-Radar zeigt, sind am Nachmittag nur noch vereinzelt Schauer zu erwarten.


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11.51 Uhr: Aktuelle Unwetterwarnungen für Österreich
Am Nachmittag soll sich laut aktuellen Prognosen die Wetterlage wieder beruhigen.


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11.18 Uhr: Wasserstände steigend
Die Wasserstände an Donau, Inn, Traun und Enns waren Mittwoch früh weiterhin steigend. In Schärding wurde laut hydrographischem Dienst des Landes die Hochwasserwarngrenze überschritten. Mobile Dämme seien aufgebaut, berichtete die Feuerwehr. Für die Donau wird das Überschreiten der Warngrenzen nicht erwartet.

10.53 Uhr: Aufräumen in Oberösterreich
In Oberösterreich hat sich die Lage entspannt. Wegen Starkregen und Gewittern waren in der Nacht 120 Feuerwehren bei 3.340 Einsätzen aktiv. Heute sind die Wehren mit Aufäumarbeiten beschäftigt, hauptsächlich mit Straßenreinigung und Auspumparbeiten. Die Kanäle seien mit dem intensiven Starkregen zum Teil überfordert gewesen, wodurch das Wasser bis in die Häuser zurück gestanden sei, hieß es aus dem Landesfeuerwehrkommando.

© FF Maria Neustift

Bild: FF Maria Neustift (OÖ)

10.35 Uhr: Alle aktuellen Wetterinfos erhalten Sie mit einem Klick auf die Grafik

09.55 Uhr: In Augenthal bei Haugsdorf rückten drei Feuerwehren aus, um 25 Wildschweine aus einem überfluteten Stall zu retten und in Sicherheit zu bringen.

09.42 Uhr:  Die Niederschläge am Vorabend in Bregenz erreichten laut ZAMG Wetterdienst Bregenz eine Intensität, wie sie statistisch gesehen nur alle 20 Jahre vorkommt.

09.11 Uhr: Der Starkregen hat Dienstagabend das Bundesland Salzburg nur im Norden erwischt und im Flachgau kleinere Gewässer über die Ufer treten lassen. Acht Feuerwehren mussten zu insgesamt 22 Einsätzen ausrücken

08.55 Uhr: 60 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden
Die meisten Niederschläge fielen in der Nacht in Rappottenstein im Waldviertel (Bezirk Zwettl). Dort wurden in den vergangenen 24 Stunden 60 Liter pro Quadratmeter gemessen.

08.50 Uhr: Die oe24-Diashow zum Unwetter von Dienstagnacht

Diashow: Unwetter-Chaos: Regen, Hagel und Schnee

Unwetter-Chaos: Regen, Hagel und Schnee

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    08.41 Uhr: St. Pölten stand unter Wasser

    © FF Sitzenberg/F. Öllerer

    © FF Sitzenberg/F.Öllerer

    08.25 Uhr: Brrr - Noch immer hat es in Wien nicht mehr als 13 Grad. Der Nieselregen hält an.

    08.10 Uhr: In Wien ist das Wetter - typisch britisch. Menschen gehen mit Regenschirmen zur Arbeit, es nieselt und ist grau in grau.

    08.01 Uhr: Schneeräumungsarbeiten notwendig

    © FF St. Pölten Stadt

    So sah es gestern Abend im St. Pöltener Stadtteil St. Georgen aus. © Feuerwehr St.Pölten-Stadt

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