Labormaus

Prozess gegen gefeuerte Mitarbeiterin

100 Mäuse in Uni-Labor verhungert

Aus Faulheit hat eine Uni-Mitarbeiterin 100 Versuchsmäuse sterben lassen.

Wien. Zuchtmäuse in Labors sind umstritten, verhungerte Versuchsmäuse sind aber ein Skandal: Genau dies ist ausgerechnet im Zentrum für Biomedizinische Forschung der MedUni im November ­passiert. Mindestens 100 Mäuse sind dort qualvoll verdurstet und verhungert. Eine infolge gefeuerte Mitarbeiterin muss sich heute vor dem Straflandesgericht wegen Tierquälerei verantworten.

Der Vorgang, der durch eine unangekündigte Kontrolle aufgedeckt wurde, hatte zu einem massiven Aufschrei unter Tierschützern geführt. Mindestens eine Woche lang sollen die eigens gezüchteten Tiere nicht versorgt worden sein. Die Uni selbst zeigte sich nach Bekanntwerden peinlich berührt und ­betonte ihre besondere Verantwortung für die Versuchstiere.

Der Ex-Mitarbeiterin droht eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren.



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