Rassismus-Eklat im Lift: Muslimin schildert Erlebnis

Fall von Diskriminierung

Rassismus-Eklat im Lift: Muslimin schildert Erlebnis

In einem Facebook-Video macht die Wienerin das Erlebte öffentlich.

Asma Aiad ist wütend. Auf Facebook teilt sie ihren Frust mit ihren Freunden und auch in einer öffentlichen Gruppe.

Es geht konkret um einen Vorfall, der sich in einer alltäglichen Situation in Wien zugetragen hat. Asma wollte lediglich in einen Lift einsteigen, um nach unten zu fahren. Dies wurde ihr aber von einem ruppigen älteren Herren verwehrt. „Mit der Argumentation, dass er jetzt schnell runterfahren möchte, obwohl ich genauso runterfahren wollte. Und hat mich dann einfach rausgestoßen und beschimpft, weil ich ganz normal in den Lift einsteigen wollte“, erklärt Asma in dem Video, das sie in den Sozialen Netzwerken teilte.

Mit allen Mitteln versuchte der betagte Mann Asma am Betreten des Fahrstuhls zu hindern. Er habe seine Handflächen auf die Schalterflächen gelegt, sodass sie nichts drücken konnte. Er hat sich zudem breit gemacht und sich vor die Türen gestellt, schildert sie die Situation.

Rassismus und fehlende Zivilcourage

Als Asma nochmals versucht hatte in den Lift zu steigen, griff der Mann nach ihrer Hand und schubste sie raus. Daraufhin stellte sie ihn zur Rede und schrie, was das denn solle. „Daraufhin hat er mir gedroht, dass er mir am liebsten den Kopf einschlagen wolle“.

Am Ende ihres Videos prangert die junge Muslima zwei Probleme der heutigen Gesellschaft an, wie sie sagt: Rassismus und fehlende Zivilcourage. Denn während sich diese Szenen abgespielt haben, war eine unbeteiligte Dritte im Fahrstuhl. Doch die anwesende Frau habe nichts gesagt und sei nicht eingeschritten. Erst wenig später kam noch eine Person hinzu, die Asma helfen wollte.

"Die Gesellschaft lernt aus ihren Fehlern nicht"

Als diese Person den alten Mann zur Rede stellte, habe er getan als sei nichts vorgefallen und alles geleugnet. Auch die unbeteiligte Frau habe sich – als sie zur Situation befragt wurde – einfach umgedreht und so getan als hätte sie nichts mitbekommen, erklärt Asma in ihrem Statement.

Eine Tatsache, die Asma massiv ärgert. „Es zeigt einfach, dass die Gesellschaft nicht aus ihren Fehlern lernt, die sie schon einmal gemacht hat“. Viele Menschen bekämen tagtäglich mit, wenn andere rassistisch beshcimpft oder diskriminiert werden, würden aber nichts dagegen unternehmen. „Meiner Meinung nach ist es genauso schlimm, wenn man selber diskriminiert oder selber rassistisch ist zu anderen Menschen“, beendet sie ihr Video.

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