In mehreren Produkten für Kleinkinder wurde ein gefährliches Toxin nachgewiesen. Das Marktamt hat eine Verkaufs- und Vertriebssperre ausgesprochen. Die Sicherheit der Kinder steht für die Behörden an oberster Stelle.
Babynahrung, die Babys gefährden kann, hat in Wien einen sofortigen Rückruf ausgelöst. Bei Schwerpunktkontrollen stießen die Lebensmittelinspektoren auf das gefährliche Bacillus-Cereus-Toxin. Die betroffenen Aptamil- und Milupa-Produkte wurden umgehend aus dem Verkehr gezogen.
"Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass Kindernahrung höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Das Marktamt der Stadt Wien setzt hier auf strenge Kontrollen und klare Maßnahmen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher“, so Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS).
Rückruf in vier Ländern
Mehrere Chargen dürfen vorerst weder verkauft noch verteilt werden. Die Produzenten müssen lückenlos belegen, dass ihre Waren gesundheitlich unbedenklich sind. Erst danach wird über eine Freigabe entschieden. "Der Schutz der Gesundheit, insbesondere von Kindern, hat oberste Priorität. Sobald es auch nur den geringsten Zweifel an der Lebensmittelsicherheit gibt, handeln wir konsequent und unverzüglich", betont Marktamtsdirektor Andreas Kutheil. Das Marktamt empfiehlt Konsumentinnen und Konsumenten, die betroffenen Produkte keinesfalls weiter zu verwenden.
Der Rückruf betrifft nicht nur Österreich: Auch in Deutschland, der Schweiz und Frankreich wurden Rückrufaktionen bezüglich verschiedener Kindernahrungsmittel eingeleitet.
Bei Bedenken Kinderarzt aufsuchen
Über einem bestimmten Gehalt kann Cereulid Symptome wie Erbrechen und Durchfall verursachen. Die Symptome treten in der Regel zwischen 30 Minuten und sechs Stunden nach dem Verzehr auf. "Sollten Eltern sich Sorgen um die Gesundheit ihres Kindes machen, empfehlen wir ihnen, sich an ihre Kinderärztin oder ihren Kinderarzt zu wenden", so Danone in einer Aussendung.
Auf den jeweiligen Markenwebsites aptaclub.at und milupa.at hätten Eltern die Möglichkeit zu überprüfen, ob ihr Mindesthaltbarkeitsdatum betroffen ist.