Bomben-Alarm bei Corona-Demo

Großkundgebung am Nationalfeiertag

Bomben-Alarm bei Corona-Demo

Etwa 3.000 Personen demonstrierten gegen die neuen Pandemie-Pläne der Regierung. 

Wien. Maßnahmen-Gegner und Impf-Skeptiker sind am Nationalfeiertag zu Tausenden auf die Straße gegangen. Unter sie mischten sich rechtsextreme Identitäre und Holocaust-Verharmloser („Mückstein ist Men­gele in Sneakers“ war auf einem Schild zu lesen, die Polizei prüft den Fall jetzt).


Laut Schätzungen der Exekutive nahmen 3.000 Personen an der Demo gegen Co­rona-Maßnahmen in der Innenstadt teil, die zum Teil auch aus Kärnten oder Tirol anreisten. Gegen 17 Uhr stoppte die Polizei einen Demo-Zug wegen eines Bomben-Alarms. Im Gebüsch lagen ein Rucksack und eine Jacke. Der Entminungsdienst wird gerufen – Entwarnung.
Verschärfungen für


Ungeimpfte als Auslöser


Stufenplan. Der große Zulauf kann auf die von der Regierung angekündigte stufenweise Verschärfung der Maßnahmen für Ungeimpfte zurückgeführt werden. Ab einer Auslastung von 25 Prozent auf Intensivstationen werden Ungeimpfte vom Zutritt in Gastrobetriebe, Kultur- und Freizeitveranstaltungen ausgeschlossen. Auch 3G am Arbeitsplatz (ab 1. November) ist auf der Demo zentrales Thema. Seit Monaten warnen Virologen mit Verweis auf die niedrige Impfquote (derzeit rund 64 %) vor einer starken Ausbreitung des Virus im Winter. Die Bemühungen scheitern an den Ängsten der Menschen und der Kommunikation der Pläne.


„Ich lasse mich ungern zwingen“ und „Ich wünsche mir eine offene Diskussion zwischen Experten“, sagen die Demo-Teilnehmer bei einem Lokalaugenschein auf oe24.TV



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