Eklat um Brutalo-Einsatz der Polizei

Wien

Eklat um Brutalo-Einsatz der Polizei

Die Wiener Polizei sieht sich mit schweren Gewalt-Vorwürfen konfrontiert.

Das Video der Festnahme eines 26-Jährigen auf der Mariahilfer Straße wurde mehr als 1.600-mal geteilt und mehr als 116.000-mal angeschaut. Darunter Dutzende Kommentare, wie: „Wir sind eben nicht mehr weit von einem Polizeistaat.“ Oder: „Das ist einfach nicht menschenwürdig. Zehn ‚ausgebildete‘ Polizisten gegen einen.“

Polizei will Fall genau
 überprüfen lassen
Zum Hintergrund: Montagnachmittag verfolgte ein 26-Jähriger, dem Schizophrenie attestiert wurde, eine Studentin (22) von ihrem Wohnheim in der Mollardgasse bis zur Mariahilfer Straße. Die verängstigte Frau flüchtete in ein Geschäft, rief Freunde zur Verstärkung. Der 26-Jährige verließ daraufhin das Kaufhaus, wurde von Polizisten um seinen Ausweis gebeten. Daraufhin begann der Mann zu schreien und um sich zu schlagen. Die Polizisten fixierten den Mann auf dem Boden, nahmen ihn in den Würgegriff. Im Video schreit der offensichtlich Verwirrte um Hilfe und: „Ihr tuts mir weh.“ Deswegen auch der Vorwurf: „Polizeigewalt“. Die Polizei äußerte sich zu den Vorwürfen so: „Wir werden diesen Fall genau überprüfen lassen, ­sowohl rechtlich durch die Staatsanwaltschaft als auch einsatztaktisch durch unsere Einsatztrainer.“

"War ziemlich brutal"

ÖSTERREICH: Wie hat sich die Situation der Festnahme für Sie dargestellt?
Stefan Pausa: Ich war nicht von Anfang an dabei. Aber das Ganze hat auf mich ziemlich brutal gewirkt.

ÖSTERREICH: Es hieß, der Täter hätte wild um sich geschlagen.
Pausa: Wenn man keine Luft bekommt, ist klar, dass man sich irgendwie wehrt und ausschlägt.

ÖSTERREICH: Also finden Sie die Vorgangsweise der Polizisten nicht ganz gerechtfertigt?
Pausa: Na ja, ich fand’s arg, dass deswegen innerhalb von zwei Minuten die 
WEGA da war und acht Polizeiautos. Und dass dann noch zehn Polizisten auf den drauf sind.



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