Er saß sogar im Gefängnis

Ex-Freundin packt aus: So brutal war der Gemeindebau-Killer

Der DJ und Pokerspieler fiel bereits in seiner Vergangenheit durch diverse Gewaltexzesse auf.

Die 30-Jährige sei durch wuchtige Schläge gegen Kopf und Oberkörper getötet worden, sagte Polizeisprecher Marco Jammer der APA. Tatwaffe war ein Hammer, der in der Wohnung gefunden wurde. Wie der mutmaßliche Täter aus dem Leben schied, wurde zunächst nicht bekannt - nicht zuletzt, weil die offenbar seit Tagen offenstehende Wohnungstür den Ermittlern noch Rätsel aufgab.
"Es wird in alle Richtungen ermittelt. Vorerst kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass weitere Tatverdächtiger am Vorfallsort mitgewirkt haben", so der Sprecher. Wie sich bei den Ermittlungen nämlich herausstellte, dürfte die Wohnungstür schon länger, offenbar seit dem Wochenende, offen gewesen sein. Erst am Montagabend hatten Nachbarn deswegen die Polizei gerufen.

Das Opfer, eine 30-jährige österreichische Staatsbürgerin, habe offiziell keinen Bezug zur Wohnung gehabt. Noch sei auch nicht geklärt, in welchem Verhältnis sie zum 33-Jährigen stand, sagte Jammer. Die Befragungen der Nachbarn als mögliche Zeugen seien noch nicht abgeschlossen, ebenso wenig die "komplexe" Tatortarbeit.

Freundin quer durch den Hof mit einem Messer verfolgt

Es ist nicht das erste Mal, dass der mutmäßliche Täter durch Gewaltexzesse auffiel. Schon vor dem Lockdown im Februar soll er seine Freundin quer durch den Hof der Anlage mit dem Messer in der Hand verfolgt haben. Aber das ist noch lange nicht alles. Z. saß bereits wegen versuchter Vergewaltigung im Gefängnis. Im August 2015 hat er versucht eine 86-Jährige in einem Favoritener Seniorenheim zu vergewaltigen. Nur weil sie ihm Geld anbot, ließ er schließlich von ihr ab. Dafür kassierte er 2016 32 Monate Haft.
Und erst vor kurzer Zeit musste er wieder wegen eines Delikts für eine Woche ins Gefängnis.
 
Für Ex-Lebensgefährtinnen von Z. ist dieses Verhalten nichts Neues. Sie beschreiben den 33-Jährigen als gewalttätig und als Stalker. Immer wieder soll er sie geschlagen und beschimpft haben. Im Gespräch mit ÖSTERREICH skizzierte eine Betroffenen einen weiteren Ausraster des Verdächtigen. Nachdem sie sich von ihm trennen wollte, soll er zur Waffe gegriffen haben und die Frau regelrecht durch den Innenhof des Gemeindebaus gejagt haben. Daraufhin schnappte er sich ihr Handy und feuerte darauf. Die Frau ergriff die Flucht und verließ Wien. Anzeige erstattete sie keine - ihre Angst vor seiner Rache sei zu groß gewesen.
 


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