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Ermordetes Mädchen

Familie droht jetzt mit Blutrache

Drohungen, Polizeischutz: Nach dem Mädchenmord wird ein Blutbad befürchtet.

Der schreckliche Messermord an der kleinen Hadishat in Wien-Döbling droht in einem fürchterlichen Fall von Blutrache zu enden: Bei der Beerdigung des Mädchens (7) im tschetschenischen Dorf Gekhi am Pfingstwochenende drohten die hinterbliebenen Familienmitglieder offen mit Mord.

Auf einem Video sieht man die Trauergemeinde, die sich hinter Hadishats Bahre aufgestellt hat. Die Leiche des Mädchens ist mit einer Decke und einem Teppich bedeckt, der Trauerredner spricht sich in Rage: „Alle vier müssen sterben. Die Eltern waren bei diesem Mord beteiligt. Sie im Ausland zu töten, geht ganz leicht“, sagt er bei der Bestattung.

Video zum Thema: Nach Mord: Beerdigung von Hadischat
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Die angesprochenen Vier sind der mutmaßliche Mörder Robert K. (16), dessen Eltern und dessen Bruder.

© Instagram

Der mutmaßliche Mörder von Hadishat (7) Robert K. sitzt in U-Haft.

Weiter Öl ins Feuer gegossen hat offenbar auch die Opfer-Familie in Wien: „Wenn sie dich im Gefängnis sehen, hoffen wir, dass die Gefangenen auch einen schlechten Tag haben!“, schreiben sie an Robert K. adressiert. Das Posting liegt ÖSTERREICH vor.

Familie fürchtet um ihr Leben

Die angedrohte Blutrache hat die Familie des mutmaßlichen Mörders in Wien erreicht. „Sie fürchtet jetzt um ihr Leben. Bei allem Mitgefühl für das Opfer und die Familie habe ich mich persönlich sofort dafür eingesetzt und beantragt, dass Roberts Eltern und sein Bruder Polizeischutz bekommen, den sie auch erhalten haben“, sagt Top-Anwältin Liane Hirschbrich, die den 16-jährigen Gymnasiasten und dessen Familie vertritt: „Sie sind an einem unbekannten Ort untergebracht und stehen unter Polizeischutz. Hier liegt eine gefährliche Situation vor, die die Behörden mit allen Mitteln verhindern wollen“, sagt sie.

Der Verdächtige steht ebenfalls unter Sonderbewachung. Robert K. soll von Mitgefangenen bedroht worden sein. Kindermörder stehen in der Häfen-Hierarchie ganz unten. Es gilt die Unschuldsvermutung.