Austro-ISIS-Mädchen

Flucht aus ISIS-Hochburg?

Warum in Österreich ein Strafverfahren gegen die beiden jungen Frauen läuft.

Ihre Geschichte geht um die Welt: Dass zwei Mädchen aus Wien, Samra (17) und Sabina (16), in Österreich zur Schule gingen und sich dann vor einem halben Jahr freiwillig der Terrorgruppe ISIS in Syrien anschlossen, schockiert Experten wie Laien.
Seit geraumer Zeit wollen die zwei Mädchen (ÖSTERREICH berichtete) aber die ISIS-Hochburg Rakka in Syrien wieder verlassen.

Syrerinnen gelang Flucht aus ISIS-Fängen
Wie berichtet, dürften die US-Luftangriffe auf Terrorziele in Syrien die jungen Frauen zum Umdenken gebracht haben.

Eine Flucht aus dem Terrorgebiet halten heimische Behörden für äußerst schwierig : Sicher ist nur, dass die Republik keine Hilfestellung leisten kann.

Anderen Frauen, die sich wie Samra und Sabina in den Dienst von ISIS gestellt hatten, ist allerdings die Flucht in andere syrische Städte oder in den Libanon gelungen. Sie waren aber alle ortsansässig. Die zwei Wienerinnen, die über Monate hinweg ISIS beworben hatten, sind allerdings laut Insidern mit Tschetschenen verheiratet . Diese müssten ihre Frauen erst ziehen lassen.

In Wien würde U-Haft auf Samra und Sabina warten
Sollte es den Ex-Schülerinnen doch gelingen, nach Wien zu kommen, würde hier wohl eine U-Haft auf sie warten. Im Unterschied zu anderen Fällen kann man bei Samra und Sabina die Nähe zu ISIS leichter nachvollziehen. Gegen sie läuft denn auch ein ­Ermittlungsverfahren wegen Zugehörigkeit zu einer Terrorgruppe. Die zwei gelten mittlerweile weltweit als Abschreckung für andere Teens, sich ISIS anzuschließen.

I. Daniel

Viele Frauen bei ISIS

Alleine aus Frankreich sollen sich rund 100 Mädchen und junge Frauen ISIS in Syrien angeschlossen haben. Die 15-jährige Nora wollte kurz nach ihrer Ankunft bei den Terroristen wieder heim. Ihr Bruder reiste zu ihr. Dann verweigerte sie aber, mitzukommen. Ihr Bruder sagt: „Sie schlug ihren Kopf gegen die Wand und sagte: ‚Ich kann nicht‘, als ich sie mitnehmen wollte.“ Er geht davon aus, dass sie Angst vor ISIS hat. Ihre Familie geht bewusst an die Öffentlichkeit, um ihrer Tochter zu helfen. Auch 50 Frauen aus Großbritannien sollen bei ISIS sein.