Frau bei Homeinvasion in Wien bewusstlos geschlagen

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Frau bei Homeinvasion in Wien bewusstlos geschlagen

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Räuber knackte Wohnungstür und schlug Frau bewusstlos.

Eine 34-Jährige ist in der Nacht auf Montag in Wien-Alsergrund Opfer einer Home Invasion geworden. Ein Räuber knackte die Tür zu ihrer Wohnung am Währinger Gürtel und schlug die durch die Geräusche alarmierte Frau bewusstlos.

"Sie hörte, dass sich jemand an der Wohnungstüre zu schaffen machte", sagte Polizeisprecherin Irina Steirer der APA. "Auf einmal öffnete ein unbekannter Täter die Tür und drang in die Wohnung ein." Der Mann packte die Frau an den Haaren. Das Opfer wurde offenbar gegen eine Wand geschleudert und verlor das Bewusstsein.

 

Gegen Mitternacht überfallen

Der Überfall trug sich gegen Mitternacht zu. "Die Frau ist dann wieder aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Sie weiß nicht, ob nach einer halben Stunde oder einer Stunde", sagte die Sprecherin weiter. Der Täter war da bereits verschwunden.

Offensichtlich verletzt flüchtete sie sich zu ihrem Mann, der in der Nähe arbeitete. Die Polizei wurde verständigt, die 34-Jährige kam mit Kopfverletzungen ins Spital. "Sie hat eine Beule auf der Stirn und es bestand der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung", so Steirer. Die Frau habe bisher nicht befragt werden können.

Aus der Wohnung fehlten Wertgegenstände, u.a. mehrere Armbanduhren, sagte die Polizeisprecherin. Details zur Beute lagen noch nicht vor. Sachdienliche Hinweise (auch vertraulich) zu dem Vorfall werden an das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01-31310-43800 erbeten.

 

Dämmerungseinbrüche: Prävention als wirksames Mittel

Im Herbst und Winter steigt durch die früher einsetzende Dämmerung österreichweit die Zahl der Einbrüche in Wohnstätten. Die Wiener Polizei bekämpft dieses Phänomen der Dämmerungseinbrüche regelmäßig durch breit angelegte Maßnahmenpakete. Eines der wichtigsten Elemente ist hierbei der Eigenschutz bzw. die Kriminalprävention: Durch Selbsthilfe können viele Einbrüche verhindert oder vereitelt werden.
 
Die vielen Präventionsbemühungen der Polizei werden heuer um eine Facette reicher: Über die Facebook-Seite der LPD Wien wird ein Online-Probebetrieb implementiert. In bestimmten Fällen sollen die Einwohner betroffener Gebiete zeitnah und zielgerichtet von Einbruchsvorfällen informiert werden, damit sie einerseits aus eigenem Antrieb kurzfristige, einfache Präventionsmaßnahmen setzen und andererseits via E-Mail auch eigene Wahrnehmungen an die Polizei rückmelden.
 

Allgemeine Tipps der Kriminalprävention

  • Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig! Zusammenhalt schreckt Täter ab!
  • Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial.
  • Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren.
  • Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
  • Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht nützen können (Leitern etc.)
  • Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren für Beleuchtung und installieren Sie eine Außenbeleuchtung.
  • Sichern Sie Terrassentüren und lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.

 

Verhalten bei anwesendem Täter

  • Erwecken Sie den Eindruck, dass Sie nicht alleine sind (Rufen sie beispielsweise einen Namen).
  • Drehen Sie das Licht auf.
  • Ermöglichen Sie dem Täter die Flucht, stellen Sie sich ihm nicht in den Weg.
  • Vermeiden Sie jede Konfrontation, sonst könnte die Situation eskalieren.
  • Merken Sie sich möglichst viele Details zur Person des Täters.
  • Rufen Sie sofort die Polizei unter 133 an und geben Sie bekannt, wie viele Täter Sie gesehen haben und in welche Richtung sie geflüchtet sind. Halten Sie telefonische Verbindung mit der Polizei.
  • Verlassen Sie das Haus oder die Wohnung und warten Sie auf der Straße auf die Polizei.

 

Verhalten nach dem Einbruch

  • Bewahren Sie Ruhe. Rufen Sie sofort die Polizei unter 133 an. Halten Sie telefonische Verbindung mit der Polizei und folgen Sie den Instruktionen.
  • Betreten Sie das Haus oder die Wohnung nicht, sondern warten Sie auf der Straße auf die Polizei.
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