Wien

Heer übte Schutz von Infrastruktur

Rund 800 Soldaten üben diese Woche den Ernstfall im Raum Wien.

Das Bundesheer übt diese Woche die Überwachung und den Schutz von wichtiger Infrastruktur im Raum Wien. Beteiligt sind rund 800 Soldaten, die zu großen Teilen der Miliz angehören. Bei der Übung arbeiteten sie mit zivilen Organisationen wie dem Hafen Wien und der ÖBB zusammenarbeiten. Der Objektschutz von den Gebäuden, daruter Erdöl-Tanklager, Kraftwerke und Häfen, sei eine wichtige Einsatzaufgabe von Milizsoldaten, hieß es vorab vom Bundesheer.

Erschienen waren bei einem Pressetermin am Mittwochmorgen auch Bundesminister Gerald Klug, der der Übung persönlich beiwohnte, und der Wiener Bürgermeister Michael Häupl. Klug betonte anlässlich der Übung die Wichtigkeit der Milizsoldaten. Die "Zeiten von Panzerschlachten" seien vorbei und gerade der Miliz komme eine wichtige Rolle zu, wenn "lebenswichtige Adern" der Infrastruktur geschützt werden sollen. Klug machte zudem erneut darauf aufmerksam, dass das Bundesheer derzeit unter enormem Sparzwang leide.

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Bundesheer Übung

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Vielfältige Übung
Die anwesenden Pressevertreter erhielten anschließend Einblick in die Übung. Auf dem Programm stand unter anderem das Anhalten, Entern und Sichern von Booten. Die "Admiral Tegetthoff" diente als Übungs-Terrain am Wiener Handelskai. Anschließend übten die Soldaten an einem Verkehrs-Checkpoint und den Umgang mit Sprengstoff-Hunden und -Robotern.

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Bundesheer Übung

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An der Übung beteiligt sind sowohl das Jägerbataillon Wien 1, die Garde und die Militärpolizei als auch Pioniere aus Melk und Villach. Die Pioniere stellen dabei Arbeits- und Transportboote sowie Kampfmittelbeseitiger und einen Entschärfungsroboter. Zivile Übungsteilnehmer sind Polizei und Stadt Wien, die ÖBB, der Wiener Hafen mit dem Eisbrecher "MS Eisvogel" sowie die Donaudampfschifffahrtsgesellschaft mit dem Passagierschiff "MS Admiral Tegetthoff".



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